Die Uniklinik in Augsburg kommt

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Die Uniklinik in Augsburg kommt

Das Klinikum Augsburg wird 2019 zum Universitätsklinikum

Mit rund 250.000 versorgten Patienten pro Jahr und mehr als 1.700 Betten ist das kommunale Krankenhaus mit der höchsten Versorgungsstufe schon jetzt eines der größten in Deutschland. Im Dezember 2016 ist die Gründung der medizinischen Fakultät der Universität Augsburg erfolgt und im April 2017 wurde Frau Professor Dr. Martina Kadmon zur Gründungsdekanin ernannt. Sie gilt als hoch qualifizierte Medizinerin, die bereits mit der Leitung einer medizinischen Fakultät vertraut sowie in Forschung und Lehre sehr erfahren ist. Im Wintersemester 2018/19 soll der Start sein für ein Studium an der Uniklinik und bis Anfang Januar 2019 erfolgt die Übernahme des Freistaats Bayern als Träger. An der Schnittstelle von Augsburg, Neusäß und Stadtbergen entsteht damit ein ganzes neues Quartier in unmittelbarer Nähe zur zukünftigen Uniklinik mit hochwertiger Bebauung. Der neue Unicampus mit einer Größe von 13,5 Hektar soll in einem Zeitraum von mehreren Jahren realisiert werden. Die ersten Gebäude umfassen ein Lehrgebäude mit Hörsälen und Seminarräumen, ein Forschungsgebäude und ein Zentrum für Integrierte Forschung.

Mehr Arbeitsplätze, neue Infrastruktur

Die Investitionen am Klinikum und an der Universität schaffen weitere Arbeitsplätze und neue Infrastruktur. In direkter Nachbarschaft zum heutigen Klinikum entsteht ein zweiter Campus der Universität. Mit der Umwandlung zur Uniklinik in den nächsten Jahren werden innovative Impulse für den gesamten Wirtschaftsstandort erwartet. In der Summe sollen damit die medizinische Versorgung auf hohem Niveau gesichert, der städtische und der Landkreis-Haushalt von den Kosten der bisherigen Trägerschaft entlastet, die Universität durch die medizinische Fakultät noch attraktiver und hoch qualifizierte Arbeitskräfte angezogen werden. Die wirtschaftliche Bedeutung einer Universitätsmedizin wurde auch auf dem 4. A³ Immobilienkongress in Augsburg im Mai diskutiert. Im Vortrag von Prof. Dr. Armin Töpfer von der TU Dresden erfuhren die Gäste aus Sicht eines Gutachters, der zahlreiche andere deutsche Uniklinik-Standorte evaluiert hat, welche starken Impulse ein Universitätsklinikum setzen kann. Demzufolge entspricht z.B. die von der Universitätsmedizin Heidelberg verursachte Wertschöpfung in Baden-Württemberg beziehungsweise in Deutschland dem 1,8 beziehungsweise 2,7-fachen der direkten Wertschöpfung in der Universitätsmedizin Heidelberg. Auch der Multiplikator der Steuer- und Beschäftigungswirkung könne laut Professor Töpfer bei guter Bewirtschaftung über dem Faktor 2 liegen. So kommen auf 1 Mitarbeiter der Universitätsmedizin Heidelberg 1,4 Arbeitsplätze in Baden-Württemberg (2,7 in Deutschland). Der Experte sieht im Aufbau der Universitätsmedizin Augsburg eine große Herausforderung an die Projektentwicklung, aber zahlreiche positive Effekte können in Kraft treten: verbesserte Auftragslage, positive Beschäftigungseffekte, mehr Kaufkraft, Wanderungszugewinne, Imagegewinn, Kooperationen zwischen der Universitätsmedizin und Unternehmen, Ausgründungen und Startups und vieles mehr.

Gemäß der städtebaulichen Leitidee gruppieren sich die ersten sieben Gebäude der Medizinischen Fakultät um einen zentralen Hauptplatz. Um das Gelände zu beleben, soll auch Raum für Läden, Gastronomie, Sporteinrichtungen oder eine Kindertagesstätte zur Verfügung stehen. Ein eigenes Konzept zur Grünordnung der Flächen wird noch erarbeitet. Das Areal soll weitgehend autofrei bleiben und der Infrastruktur für Fußgänger und Radler wird besondere Bedeutung beigemessen. (Bild: Nickl & Partner Architekten AG)

Gemäß der städtebaulichen Leitidee gruppieren sich die ersten sieben Gebäude der Medizinischen Fakultät um einen zentralen Hauptplatz. Um das Gelände zu beleben, soll auch Raum für Läden, Gastronomie, Sporteinrichtungen oder eine Kindertagesstätte zur Verfügung stehen. Ein eigenes Konzept zur Grünordnung der Flächen wird noch erarbeitet. Das Areal soll weitgehend autofrei bleiben und der Infrastruktur für Fußgänger und Radler wird besondere Bedeutung beigemessen. (Bild: Nickl & Partner Architekten AG)

 

 

 

 

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