Employer Branding – Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität

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Employer Branding – Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität

Rund 30 TeilnehmerInnen nahmen die Einladung in den Franzosenhof in Kriegshaber an, um sich in außergewöhnlicher Kulisse zum Thema Employer Branding im Rahmen der A³ Fachkräfte-Kampagne inspirieren zu lassen. Eine eigene Arbeitgebermarke zu finden, umzusetzen und nachhaltig zu implementieren, ist ein komplexer Prozess und stellt die Unternehmen dabei vor unterschiedlichste Fragestellungen. Und es ist ein Thema, das in vielen Unternehmen angesichts des Fachkräftemangels immer mehr an Bedeutung gewinnt. Bei der Veranstaltung wurde die Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, sei es im eröffnenden Impulsvortrag oder in den anschließenden Workshops.

„Wahre Schönheit kommt von innen…“
In seinem Impulsvortrag vermittelte Professor Dr. Michael Ruf von der Hochschule Heilbronn den Teilnehmern, wie kleine und mitteständische Unternehmen eine Arbeitgebermarke auch mit wenigen Ressourcen umsetzen können. Dabei ist es wichtig, aus dem Unternehmen von innen heraus glaubwürdig und authentisch die Arbeitgebermarke nach außen zu vertreten und dabei gezielt zu priorisieren, ohne alles auf einmal umsetzen zu wollen. So kommt es bei der Gestaltung der Arbeitgebermarke darauf an, die Präferenz der Zielgruppen festzulegen, die eigenen Stärken als Arbeitgeber herauszuarbeiten und die Stärken der Mitbewerber zu kennen. Professor Dr. Ruf machte daher deutlich, dass der entscheidende Einfluss bei den Führungskräften liegt. Denn nur ein Arbeitgeber, der die relevanten Themen nach innen verankert, kann sie glaubwürdig nach außen tragen.

  • +Workshop 1: Erste Schritte zum Employer Branding

     Im ersten Workshop erarbeitete Professor Dr. Ruf mit den Teilnehmern Wege, wie es auch kleineren und mittelständischen Unternehmen ohne hohen Mitteleinsatz gelingen kann, zu einem Magneten in ihrer Region zu werden; zum Beispiel indem man die Arbeitgeberqualitäten genau herausarbeitet und versucht, sie aktiv umzusetzen und bekannt zu machen.

  • +Workshop 2: Mitarbeiter als Markenbotschafter

     Ella Hüther-Martelli von der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH erarbeitete in ihrem Workshop mit den Teilnehmern, wie Mitarbeiter zu erfolgreichen und überzeugenden Botschaftern für ihr Unternehmen werden können, und welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen. Dabei fielen Begriffe wie Mitarbeiterbeteiligung, Unternehmenskultur, Kommunikation, Mentoring oder auch Feedback-Kultur. Die im Workshop herausgearbeiteten Resultate wurden von den Teilnehmern mit guten Erfahrungen und eigenen Praxisbeispielen unterlegt, so dass jeder Teilnehmer für sich einzelne Bausteine und Handlungsansätze mitnehmen konnte.

  • +Workshop 3: Online Personalmarketing - „Wie werde ich gefunden?“

     In einem dritten Workshop verdeutlichten Max Samer und Martin Guldner von der Augsburger Allgemeinen, dass es große Unterschiede zwischen Print- und Online-Stellenanzeigen gibt. Gerade bei einer Online-Anzeige geht es um die Hinterlegung von bezeichnenden Stichworten, damit der Bewerber die Anzeige online gut finden kann. Vor diesem Hintergrund gilt es grundsätzlich, eine Stellenanzeige mit der Brille des Bewerbers zu betrachten. Zudem sollten die Unternehmen darüber informiert sein, welche Online-Kanäle es überhaupt gibt, um dann in einem zweiten Schritt zu überlegen, welche Zielgruppe sie erreichen wollen. Der Expertentipp von Max Samer: „Nicht gleich die ganze Bandbreite aller Online-Kanäle nutzen, sondern zielgerichtet und konzentriert zunächst einzelne Vorhaben umsetzen und Erfahrungen sammeln.“

  • +Workshop 4: Arbeitgeberattraktivität aus Sicht von Absolventen

     Im vierten und letzten Workshop stellte Julian Schäble, Hochschule Augsburg, die Erwartungen der Studenten an ihren zukünftigen Arbeitgeber vor und gab den TeilnehmernInnen einige Tipps mit auf den Weg, Absolventen positiv auf sich aufmerksam zu machen. So haben die Absolventen je nach Studiengang unterschiedlichste Vorstellungen, was ein Unternehmen ihnen als attraktiver Arbeitgeber bieten muss. Dabei spielen weiche und harte Faktoren eine entscheidende Rolle.

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Nach fachlichem und praktischem Input konnten sich die Teilnehmer der Veranstaltung dann auf Einladung des Gasgebers isconsult, ein von Frau Inge Sommerreisser gegründetes Startup, bei einem ayurvedischen und veganen Imbiss dem Networking widmen und die Referenten im Detail zu ihren Themen befragen.

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