Entwicklung innovativer Holzbauweisen: Symposium für Verbundtechnologien in Augsburg

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Entwicklung innovativer Holzbauweisen: Symposium für Verbundtechnologien in Augsburg

Welche Perspektiven gibt es für Papier als Verbundmaterial in Bau- und Leichtbauanwendungen? Was ist das architektonische Potenzial von Holzleichtbeton? Welche alternativen Klebestoffe gibt es für Verbundwerkstoffe jenseits der synthetischen Harze? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das HOLZ+ Symposium für Verbundtechnologien im Januar 2016 in Augsburg.

 

Potenziale im Bereich der Holzverbundlösungen und Holzverbundmaterialien zu identifizieren, ist das Kernanliegen des seit 2013 vom Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) geförderten, Kooperationsnetzwerks HOLZ+ Holzverbundlösungen. Nun fand zu diesem Thema am 21.01.2016 das erste bundesweite Fachsymposium statt. Rund 100 Teilnehmer aus dem Wirtschaftsraum Augsburg, Bayern und Deutschland sowie Österreich kamen zum HOLZ+ Symposium für Verbundtechnologien im Hotel am alten Park in Augsburg zusammen. Der inhaltliche Schwerpunkt der ganztätigen Veranstaltung lag auf dem Verbund zwischen Holz und anderen Werkstoffen wie Papier, Beton, Glas und Fasern sowie den Eigenschaften von Verbundtechnologien im Allgemeinen. Die Teilnehmer waren Vertreter der (Holz-)Baubranche, der Industrie sowie von wissenschaftlichen Einrichtungen.

Der Tag wurde durch 13 Fachvorträge von Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gestaltet. Das Publikum informierte sich so intensiv über das spezielle und gleichzeitig weite Themenfeld. Eröffnet wurde der Tag durch den Aufsichtsratsvorsitzenden der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, Landrat des Landkreises Aichach-Friedberg, Dr. Klaus Metzger, der die regionale Bedeutung des Rohstoffs Holz betonte. Mit einem Holzvorrat von 28 Millionen m³, was einem Wert von über eine Milliarde Euro entspricht, verfügt der Wirtschaftsraum Augsburg über einen der vorratsreichsten und umsatzstärksten Wälder Mitteleuropas. Metzger läutete das Symposium mit den Worten ein: „Sie loten heute aus, was in der Wertschöpfungskette Holz alles möglich ist“.

Die Auftakt-Keynote befasste sich mit der Bedeutung von Verbundmaterialien in der Stahlindustrie und deren Anforderungen und Herausforderungen. Nach diesem Exkurs startete der erste von der vier Themenblöcke zum Thema HOLZ+ Papier. Es folgten die Themenblöcke HOLZ+ Beton, HOLZ+ Fasern und HOLZ+ Glas. Die Vorträge beinhalteten z.B. die Möglichkeiten von Papier als Verbundmaterial in Bau- und Leichtbauanwendungen, beleuchteten Materialeigenschaften oder zeigten konkrete Anwendungen auf, wie beispielsweise Holz-Glas-Verbund im Fassadenbau.

Prof. Dr. François Colling, u.a. Leiter des Instituts für Holzbau und Professor für Holzbau und Baustatik an der Hochschule Augsburg, moderierte den Tag. Sein Fazit am Abend: „Wir konnten heute viele Anregungen für die eigene Arbeit mitnehmen. Auch für die Arbeit im Kooperationsnetzwerk HOLZ+ Holzverbundlösungen wurden heute viele Anknüpfungspunkte geschaffen.“

 

Impressionen der Veranstaltung

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Unter www.holzverbund-symposium.de finden Interessierte Informationen zur Veranstaltung.

 

 

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