Entwicklungen im Augsburg Innovationspark

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Entwicklungen im Augsburg Innovationspark

Im Augsburg Innovationspark können Unternehmen und Institute Technologien rund um die Themen Ressourceneffizienz und Industrie 4.0 beforschen und entwickeln. Die Entwicklung des Areals geht stetig voran: Die Universität und Hochschule Augsburg errichten gemeinsam auf dem Baufeld 42 das Materials Resource Management (MRM), ein Institut mit multidisziplinärem Forschungsansatz. Im September 2016 erfolgte durch den Bayerischen Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle die Grundsteinlegung, die Fertigstellung ist für November 2018 geplant.

Dann wird das bereits existierende Institut dessen Arbeit in den Augsburg Innovationspark verlagern. Das MRM wird auf rund 13.000 Quadratmetern und einer Hauptnutzfläche von 5.000 Quadratmetern Flächen in den Nutzungsarten Büro, Seminarraum, Versuchshalle, Labor und Lager bieten. Die Kapazitäten reichen für 350 Mitarbeiter und 230 Studierende. Auf dem Baufeld 44 entsteht ein Institutsgebäude der Fraunhofer Gesellschaft IGCV (Gießerei, Composite und Verarbeitungstechnik). Der Freistaat Bayern hat in den letzten fünf Jahren 43,5 Millionen Euro in den Aufbau der neuen Fraunhofer Forschungskompetenzen am Standort Augsburg investiert. Im Juli 2016 entstand daraus in Augsburg die erste Fraunhofer Einrichtung mit produktionstechnischer Ausrichtung in Bayern. Die neue Einrichtung startet mit rund 80 Mitarbeitern, bis 2021 sollen es 160 werden. Die bisherigen Standorte am Glaspalast und im Martini Park werden ebenfalls im Augsburg Innovationspark gebündelt. Dazu ist der Neubau bereits in Rufweite des bestehenden Fraunhofer Gebäudes. Das neue Institutsgebäude kann 2019 bezogen werden.

Innovationselite im TZA Technologiezentrum Augsburg
Das TZA gilt als entscheidender Meilenstein für den Augsburg Innovationspark. Das Gebäude bietet Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen ein europaweit einzigartiges Umfeld für Forschung und Entwicklung. Zu den ersten Nutzern gehörten unter anderem die norddeutsche Broetje-Automation GmbH, die Fujitsu Technology Solutions GmbH oder die Coriolis Composites GmbH, die im TZA ihren ersten deutschen Standort eröffnet hat. Oder auch namhafte mittelständische Betriebe, wie die Carbon-Werke Weißgerber GmbH & Co. KG oder die Günzburger Steigtechnik GmbH, die bereits zum zweiten Mal zu den TOP 100 der innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstandes ausgezeichnet wurde. Auch erste Start-Ups, wie die Firmen Sicony oder Benefit 3-D, haben sich im TZA niedergelassen. Letztere haben mit ihrem innovativen, mobilen 3-D Scanner im September auf der IFA in Berlin den Award “top tech of IFA 2016 digital trends” erhalten. Im Januar 2017 bezog die NIFE energy solutions GmbH Büroräume im TZA, ein Unternehmen, das die langlebigsten und weltweit umweltfreundlichsten Batteriespeicher der Welt entwickelt hat. Genauso zählen neue Institute zu den Mietern, wie die Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV oder das erste bayerische Textilforschungsinstitut ITA Augsburg gGmbH. Augsburg gewinnt durch das ITA Augsburg wichtige supplementäre und notwendige Kompetenzen als Forschungsstandort hinzu. Dies ist für die Entwicklung moderner Leichtbauwerkstoffe auf Basis von Faserverbundteilen von essentieller Bedeutung. Im Juli hat das Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung (AMU) der Universität Augsburg sein neues Hochleistungselektronenmikroskop in der Halle des TZA in Betrieb genommen – eines der modernsten Geräte zur Durchführung von Oberflächenanalysen und zur Bestimmung chemischer Zusammensetzungen. Dadurch entsteht eine enge Bindung zur Spitzenforschung mit der Universität und den umliegenden Forschungseinrichtungen; zudem wird sich die Möglichkeit bieten, den Firmen vor Ort im TZA bei materialwissenschaftlichen Fragestellungen zur Seite zu stehen. Und die Augsburger Firma Ballonbau Wörner, Weltmarktführer in diesem Bereich, testete in der 14 m hohen, 3.000 Quadratmeter großen Halle die Dichtigkeit von High Tech Ballonhüllen. Hierbei werden leichte Fasermaterialien zu riesigen Ballonen verarbeitet. Anwendungsbereiche sind die Großbehälter für das Europäische Kernfusions Großprojekt ITER in Südfrankreich, um beim Fusionsreaktor das teure Heliumgas ressourceneffizient zu lagern und weiter zu verwerten.
Das TZA ist zudem bereits ein beliebter Ort des Wissensaustauschs und Networkings. Zahlreiche Fachveranstaltungen finden und fanden dort statt, wie das Dialogforum Ressourceneffizienz und viele mehr. Über 4.000 Gäste waren 2016 bei Veranstaltungen im Technologiezentrum Augsburg.

Bautafel Augsburg Innovationspark (Foto: Nikky Maier)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

www.augsburg-innovationspark.com (Newsletter 01/2017)

http://wirtschaft.augsburg.de (News 10/2016, 11/2016)

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