Industrie 4.0 – Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren Digitalisierung der Produktion

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Industrie 4.0 – Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren Digitalisierung der Produktion

Die vierte Auflage des Augsburger Technologietransferkongresses widmete sich dem Schlagwort „Industrie 4.0“. Rund 180 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik kamen auf Einladung der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH und des TEA-Netzwerkes zum Kongress, der in Kooperation mit der IHK Schwaben durchgeführt wurde, um sich über die Chancen und Herausforderungen dieser neuen industriellen Entwicklung zu informieren und auszutauschen. Nach einem Vormittag mit namhaften Keynote-Referenten aus Wissenschaft und Wirtschaft, darunter Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy, der künftige Präsident des Zentrums Digitalisierung.Bayern, verteilten sich die Teilnehmer am Nachmittag jeweils auf zwei von sechs Foren.

Als einer der Ersten in Deutschland hat Broy den Begriff „Industrie 4.0“ mit geprägt. Durch den exponentiellen Leistungszuwachs in der IT sei nicht nur die Schnelligkeit der Verbreitung der Digitalisierung zu erklären, sondern auch die kontinuierliche Durchdringung sämtlicher Lebensbereiche. Die reale und die virtuelle Welt wachsen dadurch immer mehr zusammen. So sei das „Internet der Dinge“ ein wesentlicher Bestandteil der fortschreitenden Digitalisierung. Künftig wird jedes Gerät eine eigene IP-Adresse besitzen. Das betrifft sowohl Herde und Kühlschränke im privaten Bereich, als auch Maschinenanlagen und Produktionsprozesse im industriellen Kontext. „Die Software ist dabei der Klebstoff, der alles zusammenhält“, so Broy. Wichtig für die Zukunft sei vor allem auch eine intensive Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Zudem gab Broy den Ratschlag, die Ausbildung mit Blick auf die „neue Welle der industriellen Revolution“ umzustellen. „Das Entscheidende ist es, die Software zu beherrschen“, so ist sich der Professor in seinem Fazit sicher.

Informatik stärken

Danach trat Dr. Christian Schlögel, Chief Technology Officer der KUKA Group, vor die Kongressteilnehmer. „Wir müssen Gas geben“, appellierte er an die Zuhörer mit Blick auf die vielen aufstrebenden asiatischen und amerikanischen Unternehmen. Roboter seien ein zukunftsweisendes Feld, das nach seiner Einschätzung einer der Haupttreiber der weiteren Industrialisierung sein werde. Vor allem die Mensch-Roboter-Kollaborationen würden immer wichtiger werden und eröffneten zahlreiche neue Möglichkeiten für Unternehmen.

“Als Kooperationspartner des 4. TEA-Kongresses ist es uns ein Anliegen, mit der Veranstaltung für das Thema “Industrie 4.0″ zu sensibilisieren und den Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Schwaben eine Dialogplattform zu bieten. Der Kongress hat eindrucksvoll gezeigt, dass viele Unternehmen bereits konkrete Ansätze erproben, und sich intensiv im Erfahrungsaustausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft mit den Chancen und Herausforderungen der digitalisierten Wirtschaft auseinandersetzen.” (Dr. Hartmut Wurster, stellvertretender Präsident der IHK Schwaben

Impressionen der Veranstaltung

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(Bilder: Nikky Maier – Regio Augsburg Wirtschaft GmbH)

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