Unternehmensbeispiele für nachhaltiges Wirtschaften: Fujitsu Technology Solutions GmbH

Gepostet von In der Kategorie A³-News, Informations- und Kommunikationstechnologien, Klimaschutz, Nachhaltiges Wirtschaften | bisher noch keine Kommentare

Unternehmensbeispiele für nachhaltiges Wirtschaften: Fujitsu Technology Solutions GmbH

Der IT-Komplettanbieter Fujitsu unterhält mit seiner Fertigung in Augsburg einen der weltweit modernsten und umweltfreundlichsten Produktionsstandorte für Computer und Speichersysteme. Im Fujitsu-Werk Augsburg sind rund 1.500 Mitarbeiter beschäftigt. Täglich werden hier bis zu 21.000 Einheiten produziert, darunter Notebooks, PCs, Thin Clients, Workstations, Server und Speichersysteme. Neben der Produktion „made in Germany“ befinden sich auch drei Forschungs- und Entwicklungsabteilungen für Clients, Server, Speichersysteme und Mainboards in Deutschland: An den Standorten Augsburg, München und Paderborn sind rund 1.000 Ingenieure beschäftigt.

Aufgrund des zunehmenden Energieverbrauch bei gleichzeitig steigenden Gas- und Strompreisen beschloss die Geschäftsleitung am Standort Augsburg im Jahr 2012, ein Energiemanagement aufzubauen. Und dies mit Erfolg. Helmut Böttner, Energiemanagement-Beauftragter bei Fujitsu sagt:

„Es ist uns gelungen, trotz bereits guter Ausgangswerte, die Treibhausgasemissionen innerhalb von zwei Jahren um über 10 Prozent zu senken und mehr als 700.000 Euro Energiekosten pro Jahr einzusparen.“

Seine Kollegin Claudia Wenger vom Fujitsu Ideenmanagement ergänzt: „Dieses Ergebnis konnten wir nur erreichen, indem alle Mitarbeiter aktiv in das Energiemanagement einbezogen wurden.” Um dies zu erreichen, wurde am Standort eine Energiebörse durchgeführt. In ihr konnten die Mitarbeiter ihre Vorschläge für Energieeinsparungen unterbreiten, die anschließend von einem Expertenteam bewertet wurden. Außerdem fand ein unternehmensinterner Energiewettbewerb statt. Im Anschluss daran wurden die verschiedenen Bereiche am Standort hinsichtlich Verhalten, Verbrauch und der eingereichten Vorschläge gemessen. Der Gewinnerbereich wurde mit einem Abschlussfest belohnt. Über 450 Energiesparvorschläge kamen so zusammen. Diese wurden in einem Energieratgeber zusammengefasst und stehen im Intranet allen Mitarbeitern zur Verfügung.

„Ein systematischer Ansatz zur Erfassung der Energieverbräuche im Unternehmen – kombiniert mit innovativen, pfiffigen Ideen unserer Mitarbeiter – führte zu deutlich geringeren CO2-Emissionen. Diese Vorgehensweise ist auch auf kleinere und mittlere Betriebe gut übertragbar“, so Klaus Kratzer, Leiter Qualitäts- und Umweltmanagement bei Fujitsu. So erhielt Fujitsu Augsburg im April 2014 das Zertifikat Energiemanagementsystem nach ISO 50001:2011 ohne Abweichung und wurde u. a. von der Stadt Augsburg als ÖKOPROFIT-Betrieb 2012/2013 ausgezeichnet. Unternehmen, die im Bereich des Energiemanagements ebenfalls aktiv werden wollen, empfiehlt Fujitsu Folgendes:

  • Mit detaillierter Analyse beginnen
  • Transparenz über die wesentlichen Verbräuche schaffen
  • Konzepte zur Umsetzung erstellen und ein Energieteam bilden
  • Projekte nur mit Unterstützung der Unternehmensleitung starten
  • Mitarbeiter und Betriebsrat einbinden und regelmäßig informieren
  • Ideen- / Energiesparwettbewerb durchführen

Mehr Informationen zum Fujitsu Werk in Augsburg gibts unter www.fujitsu.com/de/about/local/augsburg.

Kommentar verfassen

Felder mit einem * sind Pflichtfelder. Ihre Kommentare werden nach einer Prüfung durch unsere Redaktion freigegeben.