Vorzeigeprojekt der Energiewende

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Vorzeigeprojekt der Energiewende

Die zukünftigen Bewohner des Neubaugebiets „östlich der Donauwörther Strasse“ in Meitingen im Landkreis Augsburg können künftig mit der Abwärme der benachbarten SGL Group heizen. Möglich wird dies durch  ein kaltes Nahwärmenetz, das die Kommune und die SGL Group gemeinsam errichten.

Abwärme ist für viele Industriebetriebe ein tägliches Problem: Fast alle haben zu viel davon. Die Idee, damit benachbarte Wohngebiete zu beheizen liegt im wahrsten Sinne des Wortes „nahe“. Dies dachte sich auch die SGL Group, als sie bei einer Preisverleihung des KUMAS-Umweltnetzwerks von einem ähnlichen Projekt in Dollnstein hörte. In der Marktgemeinde Meitingen stieß sie dabei auf offene Türen und einen mutigen Partner.

Die SGL Group identifizierte zunächst die Abwärmequellen im Werk, die am ehesten wirtschaftlich nutzbar sind. Ein Wohngebiet damit zu beheizen, schien technisch gut möglich: Da die Wärme im Überfluss vorhanden ist, ist ein wenig isoliertes Niedertemperaturnetz ausreichend, denn Netzverluste spielen angesichts des Überangebots keine Rolle. Im Vergleich zu herkömmlichen Wärmenetzen ist ein Niedertemperaturnetz zudem einfach im Aufbau und Betrieb. Für die Anbindung des Wohngebietes konnte so einfach das bestehende Kühlsystem entsprechend erweitert werden. Das Besondere dabei: Damit das Projekt wirtschaftlich möglich wurde, verschenkt die SGL-Group die Wärme. Der Markt Meitingen wiederum engagiert sich als Investor des Wärmenetzes und als Partner für die Kunden. Das bifa Umweltinstitut hatte als erfahrener Partner hierfür die Projektsteuerung inne und brachte die unterschiedlichen Erfordernisse der verschiedenen Partner unter einen Hut. Das erste Wohngebäude ist derzeit im Rohbau und soll im Januar 2018 bezogen werden. Insgesamt wird das Wohngebiet nach Fertigstellung etwa 130 Wohneinheiten in Ein- und Mehrfamilienhäusern umfassen. Durch das Nahwärmenetz sparen sie jährlich rund 100.000 Liter Heizöl.

Die Kooperation in Meitingen ist ein Leuchtturmprojekt, weil es erstmalig gelungen ist, eine vertragliche Beziehung zwischen einem industriellen Abwärmeerzeuger und einem (kommunalen) Wärmeabnehmer zu erreichen, die u. a. eine langfristige Liefergarantie vorsieht. Eine Besonderheit ist, dass SGL seine Abwärme kostenlos zur Verfügung stellt. Das bifa Umweltinstitut begleitet das Projekt fachlich und hat vielfältige Erfahrungen in der Begleitung von Energie- und Wärmeprojekten.  (Bild: Wohnungsbau GmbH Meitingen)

Die Kooperation in Meitingen ist ein Leuchtturmprojekt, weil es erstmalig gelungen ist, eine vertragliche Beziehung zwischen einem industriellen Abwärmeerzeuger und einem (kommunalen) Wärmeabnehmer zu erreichen, die u. a. eine langfristige Liefergarantie vorsieht. Eine Besonderheit ist, dass SGL seine Abwärme kostenlos zur Verfügung stellt. Das bifa Umweltinstitut begleitet das Projekt fachlich und hat vielfältige Erfahrungen in der Begleitung von Energie- und Wärmeprojekten. (Bild: Wohnungsbau GmbH Meitingen)

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