Mit dem Augsburg Innovationspark entsteht auf knapp 70 Hektar Fläche zentrumsnah und nahe der Universität Augsburg einer der größten Innovationsparks Europas. Dessen Herzstück, das Technologiezentrum, wurde am 10. April offiziell eröffnet. Auf 12.000 Quadratmetern bietet es Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen ein europaweit einzigartiges Umfeld für Forschung und Entwicklung. Das Ziel ist, Innovationen in den Kompetenzfeldern Faserverbund und Leichtbau, Mechatronik und Automation, IT, Industrie 4.0, Embedded Systems, Digitalisierung und Umwelttechnik zu beschleunigen und den immer schnelleren Produktlebenszyklen zu begegnen. 80 Büroräume, Werkstätten oder die Multifunktionshalle (45 m x 65 m) sind hinsichtlich Größeneinheit und Einsatzbereichen flexibel nutzbar. Die Einheiten ermöglichen die Umsetzung hochtechnologischer Entwicklungsprojekte und Forschungsvorhaben. Die Auslastung zur Eröffnung betrug 40%.

Bezeichnend für die Mehrwertgenerierung im Technologiezentrum Augsburg sind neue Kooperationsprojekte, die im Zuge der Vernetzung und des Technologietransfers entstehen. Im Netzwerk zahlreicher internationaler Global Player wie KUKA, MAN Diesel & Turbo, Fujitsu oder SGL Carbon ist das Technologiezentrum in attraktiver, internationaler Nachbarschaft. Mit dem Technologiezentrum Augsburg wurde der erste Meilenstein für die Entstehung innovativer Impulse und die Entwicklung ressourceneffizienter Produktionsprozesse im Augsburg Innovationspark gesetzt. Vor Ort forschen bereits die Fraunhofer-Projektgruppe Funktionsintegrierter Leichtbau (FIL) sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Zum 1. Juli 2016 eröffnete zuletzt die erste Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV in Augsburg. Ziel ist die Bündelung von Forschung und Entwicklung in den Bereichen Leichtbau,  Verbundwerkstoffe und automatisierte Fertigung. Damit sollen Innovationen für die Industrie generiert und die interdisziplinäre Forschung in deutschen Kernindustrien vorangetrieben werden. Das IGCV geht aus den beiden Fraunhofer-Projektgruppen Ressourceneffiziente Mechatronische Verarbeitungsmaschinen RMV und Funktionsintegrierter Leichtbau FIL hervor. Der Hauptsitz ist in Augsburg, an einem weiteren Standort in Garching wird eine weitere Abteilung neu aufgebaut. Die Anzahl der rund 100 Beschäftigten im IGCV soll bis 2021 auf rund 160 anwachsen und bietet somit auch Potential für Augsburger Studierende.

Der Wirtschaftsraum Augsburg wird auch jenseits von Großprojekten wie dem Augsburg Innovationspark überregional zunehmend als Wissenszentrum im Bereich „Ressourceneffizienz“ wahrgenommen und hat sich etabliert. Das Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern REZ wird in Augsburg errichtet und am Landesamt für Umwelt angesiedelt. Es hat den verantwortungsvollen und effektiven Einsatz von Ressourcen zum Ziel. Staat und Wirtschaft in Bayern planen damit eine möglichst enge und effektive Zusammenarbeit im Bereich der Rohstoffwende. Das Projekt dient der Sensibilisierung, dem Wissenstransfer und der Stärkung der Kreislaufwirtschaft. Das Angebot adressiert alle bayerischen Unternehmen, insbesondere KMU des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes. Weitere Standorte sind Nürnberg und München.

Weitere Informationen siehe: www.augsburg-innovationspark.com; www.igcv.fraunhofer.de; www.stmuv.bayern.de