Auswirkungen des zukünftigen Uniklinikums

Im Handlungsfeld 7 des Stadtentwicklungskonzeptes der Stadt Augsburg aus dem Jahr 2016 ist bereits der Cluster „Gesundheit“ als Wirtschaftszweig oder weiteres ökonomisches Kompetenzfeld und zu fördernder Forschungsgegenstand aufgenommen worden. Dies vor dem Hintergrund der Gründung einer medizinischen Fakultät und dem Ausbau des Klinikums zur Uniklinik sowie der Stärkung Augsburgs als Umweltkompetenzzentrum.

Der Stadtrat billigte Ende Juli 2017 den Bebauungsplan Nr. 300 „Universität Augsburg – Medizinische Fakultät“, der die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die geplante Ansiedlung des Unicampus auf dem klinikumsnahen Areal westlich der Virchowstraße schafft. In Kriegshaber entsteht damit ein neues Quartier mit hochwertiger Bebauung. Der neue Unicampus mit einer Größe von 13,5 Hektar soll in einem Zeitraum von mehreren Jahren realisiert werden. Auf die zu erwartenden Veränderungen, die mit der Uniklinik im Bereich Infrastruktur, Wohn- und Arbeitsmarkt einhergehen, wird schon jetzt reagiert. Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Schwaben, der Handwerkskammer für Schwaben und den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg wird von der Stadt Augsburg ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches die Auswirkungen der Umwandlung des Zentralklinikums zur Universitätsklinik näher betrachtet. Auch wirtschaftliche Potentiale werden dabei untersucht; zum Beispiel positive Auswirkungen auf den Medizintourismus, durch den Zuzug von Professoren und Studenten, das Anziehungspotenzial für Fachkräfte und weitere Entwicklungspotentiale. Mit der 6. Universitätsklinik in Bayern wird die medizinische Versorgung für die Augsburgerinnen und Augsburger sowie für die rund zwei Millionen Menschen in ganz Schwaben langfristig auf hohem Niveau gesichert, was auch eine Imagesteigerung für den gesamten Standort mit sich bringt.

Erste Auswirkungen auf das Umfeld werden bereits sichtbar. Ebenfalls im Ortsteil Kriegshaber liegt das heutige Kobelcenter Süd, die ehemalige Flak-Kaserne. In den ersten beiden Bauabschnitten wurden die Bauflächen weitgehend für Gewerbe, Dienstleistung und Wohnnutzung bebaut. Der dritte Bebauungsplan wurde auf der Basis eines städtebaulichen Wettbewerbes aufgestellt. Dieser sieht erneut eine Mischung aus Gewerbe, Wohnen und Grünflächen vor sowie eine gute Verzahnung mit den benachbarten Arealen. Entlang der Neusäßer Straße wird die Neuerschließung bereits forciert, im ersten Schritt entsteht ein Ärztehaus. Für die verbleibenden Grundstücke sollen aufgrund reger Nachfrage und zur Qualitätssicherung Grundstücksvergabeverfahren durchgeführt werden. Anfang 2017 wurde ein Investorenauswahlverfahren für dort gelegene Gewerbegrundstücke eingeleitet. Nach Abgabe der Bewerbungen im Mai 2017 erfolgen nach deren Auswertung nun die Abstimmungsgespräche und die Durchführung eines Plangutachtens. Die verschiedenen Konzepte umfassen unter anderem die Hotelnutzung auf dem Grundstück an der Einmündung der Alfred-Nobel-Straße in die Neusäßer Straße, mit dem der Übernachtungsbedarf, der vom Klinikum ausgehen wird, aufgefangen werden kann. Die restlichen Flächen sind als allgemeine Gewerbegrundstücke festgesetzt. Noch im Herbst 2017 beginnt die Wohnbaugruppe Augsburg mit dem Bau von 36 neuen Wohnungen an der Dr.-Dürrwanger-Straße. Anschließend sollen durch Grundstücksvergabeverfahren die künftigen Käufer für die dahinterliegenden Einzelhausgrundstücke ausgewählt werden. Für die kleinteiligen Flächen hinter dem Ärztehaus werden gegenwärtig die Vergabekriterien erarbeitet. Voraussichtlich 2018 können erste Gespräche mit Investoren (privaten Bauherren) beginnen.

Von | 2017-09-12T13:00:55+00:00 12. September 2017|Immobilien|

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