Uniklinik Augsburg stärkt Wirtschaftsregion Augsburg

Die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung 2016 zur Weiterentwicklung des Klinikums Augsburg zum Universitätsklinikum in Verbindung mit dem Aufbau der Medizinischen Fakultät wird den Wirtschaftsstandort Region Augsburg erheblich – und positiv – verändern.

In unmittelbarer Nähe zur zukünftigen Uniklinik entsteht ein neues Quartier mit hochwertiger Bebauung für 1.500 Studenten und mehreren hundert Mitarbeitern. Der neue Unicampus mit 100 Professoren, 500 wissenschaftlichen Mitarbeitern und mit einer Größe von 13,5 Hektar soll in einem Zeitraum von mehreren Jahren oder Jahrzehnten realisiert werden. So werden Arbeitsplätze im Gesundheitsbereich, im Dienstleistungssektor, der Baubranche und anderen Wirtschaftszweigen entstehen. Es ist damit zu rechnen, dass die Wertschöpfung um knapp 400 Millionen jährlich zunehmen wird. Das geht aus der Studie „Wirtschaftsraum Augsburg A³ – Auswirkungen der Entwicklung der Universitätsklinik Augsburg und des Aufbaus der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg“ hervor, die der regionale Wirtschaftsbeirat, bestehend aus Vertretern der Stadt Augsburg, der Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg, der Handwerkskammer für Schwaben und der Industrie- und Handelskammer Schwaben, bei Georg Consulting in Hamburg in Auftrag geben hat. Im Zentrum der Studie stehen Fragen von Wertschöpfung und Beschäftigung, Arbeitsmarkt und Fachkräftebedarf, Unternehmensansiedlungen und Gewerbeflächen, Wohnungsmarkt und verkehrliche Erreichbarkeit sowie Daseinsvorsorge.

Positionierung als Standort der Gesundheitswirtschaft

Die Baumaßnahmen laufen bis zum Jahr 2023, Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte werden sich aber dauerhaft ergeben. Heinz Liebert, Stellvertreter des Landrats, Landkreis Augsburg: „Bereits jetzt ist das Gesundheitswesen mit rund 20.000 Beschäftigten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Wirtschaftsraum Augsburg. Der Wandel des Klinikum Augsburg zu einem Universitätsklinikum bietet der gesamten Region Augsburg erstmals die Möglichkeit, sich sowohl national als auch international als Standort der Gesundheitswirtschaft zu positionieren. Dieses Standing würde uns die Gewinnung von Fachkräften erleichtern und auch die Entscheidung für Neuansiedlungen von Unternehmen aus dem medizinischen Sektor positiv beeinflussen.“ Weitere Chancen werden gesehen im Bereich der Ansiedlungen im IT- und Hightech-Sektor, neuen Aufträgen für das Handwerk, einer Stärkung der Kaufkraft und Erweiterung des produktionsgeprägten Spektrums der schwäbischen Wirtschaft.

Herausforderungen

Das Plus an Arbeitskräften führt auch zu einer zusätzlichen Wohnungsnachfrage und einer zusätzlichen Nachfrage an technischer und sozialer Infrastruktur zur Daseinsvorsorge. Die Stadt Augsburg setzt sich wie viele Umlandkommunen dafür ein, der Nachfrage nach Wohnraum gerecht zu werden. Die neue Offensive „Wohnraum Augsburg“ ist hierfür ein wesentlicher Meilenstein. Wohnraum muss in verschiedensten Qualitäten bereitgestellt werden, für Mediziner, ferner adäquate, auch hinsichtlich der Schichtzeiten verkehrlich gut angebundene Wohnmöglichkeiten für Pflegepersonal, aber auch für bis zu 1.500 Studierende. Das Thema Fachkräfte, das Gewinnen hochqualifizierter ausgewiesener Spezialisten, ist für den wirtschaftlichen Erfolg und die regionalen wirtschaftlichen Effekte von höchster Bedeutung. Von daher ist das Thema Fachkräfte sowohl im medizinischen Bereich, aber auch im Bereich der Pflege und flankierender Dienstleistungen der zentrale Punkt für den künftigen Erfolg des Klinikums. Von den gewonnenen hochkarätigen Fachkräften hängen auch mögliche Ausgründungen von kleinen spezialisierten Unternehmen im Gesundheitssektor ab, die typischerweise rund um eine Universitätsklinik entstehen. Unternehmensgründungen führen zudem zu einer steigenden Nachfrage nach adäquaten eher kleinteiligen, sehr hochwertigen Gewerbeflächen. Kommunen können dies frühzeitig bei ihren Planungen berücksichtigen und bereits vorhandene Flächen nahe der Uniklinik entwickeln und attraktiv gestalten.

Masterplan

Als Basis für die künftigen Aktivitäten in Sachen Uniklinik soll ein Masterplan unter Federführung der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH entstehen, deren Etablierung die Wirtschaftsförderungsgesellschaft koordiniert. Als Steuerungsgruppe dient der regionale Wirtschaftsbeirat. Der Masterplan soll konkrete Maßnahmen in folgenden Handlungsfeldern entfalten: Ausbau der Angebote für Qualifizierung, Aus- und Weiterbildung; Förderung der Erwerbsbeteiligung; Gewinnung von inländischen und ausländischen Fachkräften; Rückgewinnung von Pendlern; Ausbau der Verkehrsinfrastruktur/ÖPNV; Förderung der Entwicklung von Wohnimmobilien und die Anpassung der Daseinsvorsorge; Entwicklung von Gewerbeflächen in räumlicher Nähe zur medizinischen Fakultät; Aufbau von Netzwerken mit Bezug zum Gesundheitswesen; Image- und Marketingstrategien mit Bezug zum Gesundheitswesen.

Uniklinik Stadt Augsburg/Luftbild (Bild: Stadt Augsburg, Fotograf: Marcus Merck)

Uniklinik Stadt Augsburg/Luftbild (Bild: Stadt Augsburg, Fotograf: Marcus Merck)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen:

www.augsburg.de/umwelt-soziales/gesundheit/einrichtungen/uniklinik/der-neue-unicampus

www.augsburg.de/umwelt-soziales/gesundheit/einrichtungen/uniklinik/gut-fuer-die-region

Von | 2018-04-06T15:09:58+00:00 9. Februar 2018|A³-News, Immobilien|

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