Über 200 Teilnehmer beim 7. Augsburger Technologietransfer-Kongress

Wie viel Mut brauchen Unternehmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Und wie können sie sich durch Innovationen zukunftsfähig aufstellen? Darum drehte sich der 7. Augsburger Technologietransfer-Kongress am 20. März 2018. Über 200 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik folgten der Einladung der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH und der Handwerkammer für Schwaben. Veranstaltet wurde der 7. Augsburger Technologietransfer-Kongress vom Netzwerk der Transfer-Einrichtungen Augsburg (TEA). Gastgeber war die Handwerkskammer für Schwaben. Die rund 200 Teilnehmer kamen überwiegend aus Augsburg und  aus Bayerisch-Schwaben, aber auch aus ganz Bayern.

Wettbewerbsfähig bleiben durch Innovationen

Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, sagte: „Heute kommen wir bereits zum siebten Mal in dieser Form zusammen. Wir haben mit dem TEA-Netzwerk und mit Vorhaben wie dem Augsburg Innovationspark schon viel erreicht – doch es ist auch noch viel zu tun. Gemeinsam können wir nicht nur die Region als Innovationsstandort stärken, sondern auch den Unternehmen durch Technologietransfer konkrete Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit Partnern aus den Forschungseinrichtungen zeigen.“

Die Zukunft strategisch vorausdenken

Keynote-Speaker Dr. Alexander Fink erklärte, wie Unternehmen strategische Entscheidungen zukunftsfähig treffen. Das Vorstandsmitglied der ScMI Senario Management International AG betonte: „Es ist wichtig, einen breiten Fokus zu haben. Achten Sie nicht nur auf die Nachrichten, die Sie erwarten und die Ihr Weltbild bestätigen. Widmen Sie lieber denen mehr Aufmerksamkeit, die Sie vor Herausforderungen stellen.“ Auch kulturelle Dimensionen würden häufig unterschätzt. Fink nannte die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten als Beispiel. „Das hat die meisten völlig unvorbereitet getroffen, weil sie die kulturellen Faktoren, die dahinterstehen, nicht wirklich durchdrungen haben.“ Fink hatte auch klare Tipps für Unternehmer: „Entwerfen Sie eine Landkarte möglicher Zukunfts-Szenarien, die Sie systematisch weiterentwickeln. Solche Methoden lassen sich auch im Mittelstand gut umsetzen.“

Wenn das eigene Unternehmen zur „Fabrik der Zukunft“ wird

Der zweite Keynote-Speaker war Christian Herfert. Herfert ist Senior Manager Technology & IP und verantwortlich für Industrie 4.0/Digitalisierung bei Grenzebach. Wie sieht die Fabrik der Zukunft aus? Wie können Unternehmen Innovationen implementieren? Und was bedeutet das für den Berufsalltag? Diesen Fragen stellte sich Herfert in seinem Vortrag. Aus seiner Sicht ist es wichtig, Theorie und Praxis früh zusammenzuführen. „Viele Themen sind so komplex, dass Kooperationen auf verschiedenen Ebenen enorme Vorteile bringen“, zeigte sich Herfert überzeugt. Wer mit anderen zusammenarbeite, könne beim Thema Industrie 4.0 deutlich schneller und effizienter vorankommen. „Wichtig ist, dass jeder über seinen Tellerrand hinaussieht und den Mut aufbringt, individuell passende Kooperation einzugehen“, sagte Herfert.

Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft unterstützen den Technologietransfer-Kongress

Der Augsburger Technologietransfer-Kongress 2018 richtete sich an produzierende Unternehmen, Handwerksbetriebe, kleine und mittlere Unternehmen, Wissenschaftler und Netzwerke. Dr. Alwin Hoffmann von der Universität Augsburg sagte: „Wir sind als Augsburger Forschungs-Einrichtung auf dem Technologietransfer-Kongress, um hier unsere Partner für die Praxis zu gewinnen und unsere Projekte, wie beispielsweise das ZD.B-Innovationslabor, vorzustellen.“ Als exklusiver Sponsor traten erneut die Patentanwälte Charrier Rapp & Liebau auf. „Dieses Event ist ein Schaufenster für die Region und deshalb für Augsburg sehr wichtig – für die hiesigen Unternehmen, aber auch für die Wissenschaft. Deshalb unterstützen wir es gerne“, erklärte Patentanwalt Dr. Bertram Rapp. „Gerade bei Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gibt es häufig Konflikte darüber, was mit den Ergebnissen passieren soll – mit anderen Worten, wem die möglichen Patente gehören. Das sollte man frühzeitig klären.“ Der 7. Augsburger Technologietransfer-Kongress wurde von zahlreichen Unternehmen unterstützt, darunter der Lechwerke AG und MT Aerospace.

Von | 2018-03-20T12:21:28+00:00 20. März 2018|A³-News, Innovation und Technologietransfer, Regio-Blog|

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