Fraunhofer IGCV: So profitiert der Standort Augsburg durch additive Fertigung

Bereits zum vierten Mal fand die Additive World Design Challenge für additive Fertigung statt. Im März 2018 gewann die Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV. Dieses Mal heißt der Gewinner Yogeshkumar Katrodiya. Mit seinem Design „Functionally Integrated Shaft and Gear“ holte der studentische Mitarbeiter schließlich den Preis nach Augsburg.

Die additive Fertigung in Augsburg besitzt ein hohes Innovationspotential. Aus diesem Grund wurde am 1. Juli 2017 das Multimaterialzentrum Augsburg eröffnet. Das Zentrum befindet sich am Fraunhofer IGCV. Zurzeit wird in zehn Technologieprojekten zu Produktentwicklung, Prozesstechnik und Prozesskette geforscht.

Additive Fertigung im Multimaterialzentrum Augsburg

Am 8. Dezember 2017 erhielt das Fraunhofer IGCV einen Förderbescheid in Höhe von 10 Millionen Euro für das Multimaterialzentrum Augsburg. Das Multimaterialzentrum Augsburg gehört schließlich zu den größten Projekten in Deutschland und Europa. Mit diesem Geld wird noch bis zum 30. Juni 2022 geforscht. Und zwar im Bereich der additiven Fertigung mechatronischer Multimaterial-Bausteine.

Im Bereich der Anlagenhersteller und Anwender besitzt Deutschland eine führende Rolle. Nichtsdestotrotz baut die Fraunhofer-Gesellschaft in diesem Bereich Portfolio und Kompetenzen weiterhin aus. Die Förderung des Multimaterialzentrum Augsburgs leistet so einen wichtigen Beitrag für die deutsche Wirtschaft.

Inzwischen haben sich zahlreiche additive Fertigungsverfahren in der Serienproduktionstechnologie integriert. Trotzdem ist die additive Fertigung ständig auf neue Innovationen angewiesen. Und diese neuen Innovationen sind wichtig. Nur so kann Deutschland seine Rolle als Vorreiter im Bereich der additiven Fertigung halten.

Diese Vorteile bringt die additive Fertigung für den Wirtschaftsraum Augsburg

Ilse Aigner, Wirtschafts- und Technologieministerin überreichte den Förderbescheid im letzten Jahr. Die additive Fertigung ist bedeutend, um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein: „Bayern ist einer der führenden Hightech-Standorte der Welt. Durch unsere innovativen Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind wir insbesondere im Bereich Produktion führend. Diese Spitzenposition wollen wir fördern und investieren daher zehn Millionen Euro in das Multimaterialzentrum Augsburg. Damit bauen wir unsere exzellenten Kompetenzen im zukunftsträchtigen Feld der additiven Fertigung weiter aus und senden ein starkes Signal für den Produktions- und Innovationsstandort Bayern.“

Des Weiteren wirkt sich das Multimaterialzentrum positiv auf den Standort Augsburgs aus. Davon ist auch Eva Weber, Bürgermeisterin und Wirtschaftsreferentin der Stadt Augsburg überzeugt: „Der geplante Umzug auf den Augsburg Innovationspark wird weitere Synergien ermöglichen. Der gegenseitige Austausch zwischen Forschungseinrichtungen und Forschungs- und Entwicklungsabteilungen innovativer Unternehmen wird neue Ideen generieren und ihre Umsetzung vorantreiben.“

Dr. Andreas Kopton, Präsident der Industrie- und Handelskammer Schwaben betont die ideale Infrastruktur des Augsburger Innovationspark. Additive Fertigungsverfahren können demnach optimal für die Entwicklung digital generierter Produkte verwendet werden. Auch der Projektbeirat unterstreicht den Stellenwert des Projektes. Hierzu gehören namhafte Unternehmen wie beispielsweise Federal Mogul, MT Aerospace, MAN Diesel & Turbo und Siemens.

Additive Fertigung in Bayern: so erfolgreich arbeiten Augsburg und München zusammen

Bereits vor 20 Jahren wurde in Augsburg zu den Verfahren des Rapid Prototyping geforscht. Die damaligen Forschungen wurden vom iwb Anwenderzentrum Augsburg der Technischen Universität München durchgeführt. Seit 2012 arbeiten die beiden Partner im Bereich des Additive Manufacturing Laboratory (AMLab). Das international anerkannte AMLab ist eines der größten Labore zur additiven Fertigung in Deutschland.

Schließlich trägt auch der Forschungsverbund ForNextGen einen großen Teil zum Erfolg bei. Der Forschungsverbund wird von der Bayerischen Forschungsstiftung gefördert und leistet wesentliche technologische Vorarbeiten. Durch diese Vorarbeiten können die ambitionierten Projektziele erst realisiert werden, erklärt Prof. Dr.-Ing. Gerhäuser, Präsident der Bayerischen Forschungsstiftung.

Das Fraunhofer IGCV ist Partner des Netzwerk Technologietransfer Einrichtungen Augsburg (TEA). Als Mitglied des Netzwerks TEA hat das Fraunhofer IGCV auch am 7. Augsburger Technologietransfer-Kongress teilgenommen. Mehr Informationen zum 7. Augsburger Technologietransfer-Kongress und den Innovationen in Material und Fertigung erhalten sie hier.

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