Daran forscht das neue DLR-Institut in Augsburg

Umweltfreundlicher Luftverkehr made in Augsburg: der Forschungsschwerpunkt des DLR-Institut liegt in der Entwicklung neuer Triebwerks-Technologien. Denn diese stellen Forscher vor technische Herausforderungen: hohe Drehzahlen, hohe Temperaturen, hohe Druck-Verhältnisse, komplexe Lastkollektive der Triebwerks-Komponenten und erhöhte Lebensdauer-Anforderungen. Sobald Triebwerke diese erfüllen, bringen sie einige Vorteile mit sich: die Triebwerke können im Gewicht leichter gebaut und mit weniger Treibstoff betrieben werden. Schließlich sind das wichtige Schritte hin zu einem umweltfreundlicheren Luftverkehr.

Aktuelle Forschungen im DLR-Institut in Augsburg

Zurzeit finden im DLR-Institut Tests zu neuen Werkstoffen und Herstellungsverfahren statt. So will man herausfinden, welche Methoden die Anforderungen der Triebwerks-Technologie erfüllen. In Experimenten werden dann die digitalen Modelle für neuartige Kompressor- und Turbinenbauteile überprüft. Durchgeführt werden die Tests im triebwerksrelevanten Leistungs- und Maßstabsbereich. Somit ist es erstmals möglich, mechanische, thermische und chemische Lasten für Turbinen-Kkomponenten gleichzeitig zu überlagern.

Zudem werden skalenauflösende, numerische Methoden experimentell getestet. Professor Dr. Stefan Reh, Gründungsdirektor des DLR-Institut für Test und Simulation für Gasturbinen erklärt: „Die integrale Verbindung von experimentellen Arbeiten und numerischen Methoden, die auch schon im Namen des Instituts zum Ausdruck kommt, sind eine wichtige Kompetenz des Instituts. Gerade in den Grenzbereichen des physikalisch Machbaren kann man sich noch nicht auf Simulations-Verfahren alleine verlassen. Wenn die Sicherheit so wichtig ist, wie dies im Flugzeug- und Triebwerksbau der Fall ist, dann müssen beide Bereiche effizient miteinander verknüpft werden, um aus Simulations-Ergebnissen belastbare Aussagen ziehen zu können.“ Durch diese Experimente können die Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Bauteilen und Werkstoffen überprüft werden. So besteht die Möglichkeit anspruchsvolle und hochbelastete Werkstoffe, wie beispielsweise faserverstärkte Keramiken zu optimieren und zu berechnen.

Zukunftsrelevante Technologie aus dem Augsburger Innovationspark

Das DLR-Institut wurde im Juli 2017 gegründet und befindet sich im Technologiezentrum Augsburg (TZA). Prof. Dr. Stefan Reh ist zufrieden mit dem Standort: „Die hervorragende flexible Ausstattung des TZA mit variabel nutzbaren Büros, Laboren und Technikumsflächen, die wir für den Aufbau brauchen so wie das ausgezeichnete Netzwerk an Partnerfirmen, das die fachlichen Themen des Instituts ergänzt – das war für uns der Grund das TZA als Heimat zu wählen.“

Auch Wolfgang Hehl, Geschäftsführer der Augsburg Innovationspark GmbH freut sich über die Zusammenarbeit: „Das Thema passt exzellent und wir sehen viele Vernetzungs-Möglichkeiten mit den anderen Bausteinen im Park und im Technologiezentrum Augsburg.“

Im Jahr 2021 zieht das DLR-Institut dann in ein eigenes Gebäude. Das eigene Institutsgebäude wird sich ebenfalls auf dem Gelände des Augsburger Innovationsparks befinden. Der Freistaat Bayern fördert den Aufbau des DLR-Institut, den Bau des Gebäudes und die wissenschaftliche Infrastruktur mit 20 Millionen Euro. Des Weiteren fördert der Bund die personelle Ausstattung und die Betriebskosten jährlich mit acht Millionen Euro. Langfristig soll das DLR-Institut 50 bis 60 Personen beschäftigen.

Über das Technologiezentrum Augsburg

Das Technologiezentrum Augsburg gehört zum Augsburger Innovationspark. Dieser wird vom Freistaat Bayern, der Stadt Augsburg und dem Landkreis Augsburg unterstützt. Der Augsburger Innovationspark soll ein führender Entwicklungsstandort für Leichtbau, Ressourceneffizienz und Mechatronik werden. Der Innovationspark besitzt eine Technikumshalle, Labore, Büro- und Konferenzräume. Inzwischen befinden sich dort 33 Unternehmen und Einrichtungen mit 300 Mitarbeitern. Trotzdem sollen hier noch bis zu 5.000 weitere Arbeitsplätze entstehen.

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