Patientenversorgung auf dem neuesten Stand der Forschung

Im Interview mit Prof. Dr. Martina Kadmon

Prof. Dr. Martina Kadmon ist Gründungsdekanin der Medizinischen Fakultät an der Universität Augsburg und ist seit einigen Monaten in Sachen Fakultätsgründung in Augsburg aktiv. Im Interview mit dem Ahochdrei-Magazin verrät sie, worin sie die Vorteile einer Medizinischen Fakultät am Standort sieht, welche Herausforderungen die Uniklinik mit sich bringen wird und inwieweit sie Augsburg und das Umland bereits kennengelernt hat.

Frau Prof. Kadmon, wie schaut momentan Ihr Arbeitsalltag aus?
Im Moment ist mein Arbeitsalltag ziemlich lang und sehr eng getaktet zwischen Sitzungen an der Universität Augsburg und Terminen am zukünftigen Universitätsklinikum. Dabei beschäftigen mich und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ich bereits gewinnen konnte, die verschiedensten Themen, die für den Aufbau der neuen Medizinischen Fakultät entscheidend sind, nämlich die Berufung von Professoren für die Klinik und für die naturwissenschaftlichen Fächer, der Aufbau des Medizincampus mit den Neubauten für Forschung und Lehre – sowie die Planung des medizinischen Ausbildungsprogramms, um den Studienstart für 84 Studierende im Oktober 2019 zu gewährleisten.

Warum ist die Gründung einer Medizinischen Fakultät an der Universität Augsburg so wichtig?

Die Medizinische Fakultät an der Universität Augsburg sorgt für neue Medizinstudienplätze im Freistaat Bayern und trägt dabei wesentlich zur Gesundheitsversorgung der Region bei. Ziel ist es, die Studierenden, wenn sie ihr Studium absolviert haben, für eine weitere Berufstätigkeit in der Umgebung zu gewinnen. Die Medizinische Fakultät wird also neue Menschen in die Region ziehen – sowohl Studierende als auch Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Ein wesentliches Ziel der Medizinischen Fakultät an der Universität Augsburg ist der Leitgedanke MUT (Mensch-Umwelt-Translation), d. h. die Bedeutung der Umwelt für die Gesundheit und Krankheit von Menschen und auch für deren Ansprechen auf Behandlungen stehen ganz im Zentrum.

Translation bedeutet die Übertragung der Forschungserkenntnisse auf die Versorgung von Patientinnen und Patienten. Die Medizinische Fakultät wird also immer auch zu einer modernen Patientenversorgung auf dem neuesten Stand der Forschung beitragen.

Vor welchen Herausforderungen steht Augsburg, wenn die Uniklinik kommt?

Wir werden in Augsburg in den nächsten Jahren über 100 neue Professorinnen und Professoren mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, zusätzliche Ärztinnen und Ärzte, 1.500 Studierende der Medizin und weitere Studierende in der Medizininformatik bekommen. Für diese neuen Kolleginnen, Kollegen und Studierenden muss Wohnraum geschaffen werden, der gerade auch für die Studierenden bezahlbar sein muss. Sie werden sich in Augsburg ein Lebensumfeld mit ihren jeweiligen Hobbys, ihren sportlichen Aktivitäten und sonstigen Interessen aufbauen wollen. Es muss Unterstützungsstrukturen für junge Familien geben, mit Hort- und Kindergartenplätzen, Schulplätzen und weiteren Angeboten für Kinder. Diese Angebote, wenn sie nicht schon bestehen, müssen geschaffen werden.

Im weiteren Interview-Verlauf erläutert Frau Kadmon , was aus Ihrer Sicht in Augsburg getan werden muss, um das benötigte Personal aus aller Welt zu bekommen und wie sie Augsburg als neuen Lebensmittelpunkt findet. Sie finden das gesamte Interview auf Seite 18 bis 19 im akutellen Ahochdrei Magazin Fachkräfte unter https://mediathek.region-a3.com/uploads/3/Fachkr%C3%A4fte_2018_Web.pdf

Das neue ahochdreiMagazin Ausgabe Fachkräfte ist erschienen. Foto: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH
Das neue Ahochdrei Magazin 01//2018 ist erschienen. Die Ausgabe mit dem Schwerpunkt Fachkräfte widmet sich u.a. der Herausforderung Digitalisierung und Fachkräften im regionalen Gesundheitswesen.
Von |2018-06-13T11:24:09+00:0012. Juni 2018|A³-News, Allgemein|

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