Am 19. Juni 2018 fand der feierliche Auftakt des HSA_transfer im Technologiezentrum Augsburg statt. HSA_transfer ist ein Netzwerk der Hochschule Augsburg und wichtigen Partnern aus der Region Bayerisch-Schwaben. Das Netzwerk fördert den Austausch und die Bündelung von Ressourcen. Schließlich ist das Ziel, das Innovationspotential des Wissenstransfers sichtbar zu machen. Das Projekt ist Teil der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ und wird mit rund fünf Millionen Euro gefördert.

Prof. Dr. Elisabeth Krön, Vizepräsidentin für Forschung und Wissenstransfer der Hochschule Augsburg betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass der Austausches zwischen Hochschule und Partnern aus der Region Bayerisch-Schwaben wichtig ist: „Im aktiven Austausch mit bedeutsamen Stakeholdern aus der Region Bayerisch-Schwaben zu stehen und innovative Projekte umzusetzen, ist seit jeher ein Kernanliegen der Hochschule Augsburg. Unter dem Namen HSA_transfer wird diese Form der Zusammenarbeit nun auf eine solide Basis gestellt.“

HSA_transfer: eine Win-Win-Situation für die Hochschule Augsburg und Bayerisch-Schwaben

Im Netzwerk HSA_transfer kooperieren Unternehmen, Kommunen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie gemeinnützige Organisationen und Vereine. Schließlich soll der ökonomische, ökologische, soziale, technologische und kulturelle Austausch zwischen der Hochschule Augsburg und wichtigen Multiplikatoren und Einrichtungen vorangetrieben werden.

„In einer Welt im Wandel brauchen wir mehr denn je Zusammenarbeit und Vernetzung. Deshalb ist mir der Austausch unserer Forscher und Wissenschaftler mit Wirtschaft und Gesellschaft ein großes Anliegen. Daraus entstehen, wir hier in Augsburg, innovative Produkte, Dienstleistungen und Anwendungen – nahe an der Praxis, nahe am Menschen. Mit der Zukunftsschmiede HSA_transfer ist die Hochschule Augsburg Pionier und Aushängeschild unserer bayerischen Wissenschaftslandschaft“, so Marion Kiechle, Bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst. In den nächsten fünf Jahren wird deshalb dieser Austausch weiter etabliert. So können Instrumente für Ideen-, Wissens- und Technologietransfer stetig optimiert werden.

Doch HSA_transfer wirkt sich nicht nur positiv auf die Hochschule Augsburg aus, auch die Strahlkraft der Innovationskraft von Bayerisch Schwaben profitiert durch die Kooperationen. Prof. Dr. Elisabeth Krön: „Mit HSA_transfer wollen wir auf das hohe Potenzial von Kooperationen aufmerksam machen. Denn aus dem Wissenstransfer entwickeln sich fortlaufend Innovationen, die bisher noch im Schatten stehen. Zugleich können wir auch neue Projekte auf den Weg bringen. Sowohl Hochschule, als auch die teilnehmenden Projektpartner aus Wirtschaft und Gesellschaft, haben da sehr viel zu bieten.“ Auch Dr. Kurt Gribl, Oberbürgermeister der Stadt Augsburg betonte in seiner Rede die Bedeutung von HSA_transfer für die Region Bayerisch Schwaben.

Ein Blick hinter die Kulissen

Vor der feierlichen Auftaktveranstaltung fanden Führungen durch das Labor der Forschungsgruppe  HSA_comp – Composites im Maschinenbau statt. So konnten die vielen Interessierten einen Blick hinter die Kulissen der Innovationsprojekte im Technologiezentrum werfen.

Im Impulsvortrag „Knowledge Transfer Partnerships – an UK approach to Transfer between Industry and University“ stellte Prof. Dr. Andrew Ross von der Faculty of Engineering and Technology, School of Built Environment, Liverpool John Moores University dar, wie ein Transfer zwischen Hochschule und Wirtschaft aussehen könnte.

Anschließend diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der geplanten Teilprojekte in einer Runde zum Thema „Engagiert vor Ort – die HSA_transfer und ihre Bedeutung für die Region“. In einem späteren Stehempfang lernten sich die Gäste kennen und vertieften die Gespräche.

Die Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“

Die „Innovative Hochschule“ ist eine Initiative des Bundeswissenschaftsministeriums. Diese richtet sich vor allem an kleine und mittlere Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Deutschlandweit sind über 250 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft daran beteiligt.

In einem Wettbewerbsverfahren wurden 29 Vorhaben ausgewählt. Die Vorhaben finden als Einzel- oder Verbundprojekte statt. Ganze 48 Hochschulen koordinieren die Projekte, so wird HSA_transfer  beispielsweise als Einzelvorhaben umgesetzt.

Das Ziel der Förderinitiative ist es, die Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. Auch die regionale Verankerung der Hochschulen soll so unterstützt werden. Besonderes Anliegen ist es, die überregionale Bedeutung des forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfer zu stärken.