International School Augsburg: globaler Standort, globale Bildung

Ob Fachkräfte ein Jobangebot annehmen oder nicht, hängt längst nicht mehr ausschließlich von der Höhe des Gehalts ab. Immer häufiger sind die sogenannten weichen Standortfaktoren das Zünglein an der Waage. Eine wichtige Rolle spielt dabei im Wirtschaftsraum Augsburg A³ die International School Augsburg.

Es ist neun Uhr morgens und die School Assembly in der International School Augsburg klingelt. Im Foyer begrüßt Schulleiterin Cathie Mullen 345 junge Menschen aus 38 Nationen, vom Kindergarten- bis zum jungen Erwachsenenalter. Angefangen hat alles 2005 mit 60 Schülern. In zehn Jahren könnten es bis zu 600 sein, schätzt ISA-Geschäftsführer Marcus Wagner. Gleichzeitig wird die Schule jedes Jahr internationaler: Während heute rund 45 Prozent der Schüler aus dem Ausland kommen, werden es künftig wohl rund 80 Prozent sein.

Die International School Augsburg – ein einzigartiges Wirtschaftsförderungsprojekt

Internationale Schulen wie die International School Augsburg öffnen Standorte für hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. Sie richten sich schließlich gezielt an international mobile Familien. Deren Kinder stehen nach einem karrierebedingten Umzug der Eltern häufig vor großen sprachlichen und emotional-sozialen Herausforderungen. Zudem haben manche zum ersten Mal ihre Heimat verlassen, sprechen weder die Schulsprache Englisch noch die Landessprache ihres neuen Zuhauses. Wirtschaftlich geht es ihnen gut, trotzdem sind sie fremd in einem neuen Land. Diese Barrieren zu überwinden, ist ein Mammutprojekt, dem sich die International School Augsburg stellt.

Dem einheitlichen Unterrichtsplan der Internationalen Baccalaureate Organisation folgen über 6.000 akkreditierte Internationale Schulen weltweit. Zahlreiche Sprachprogramme sorgen dafür, dass die Schüler schnellstmöglich akademisch folgen können und sich gleichzeitig in ihrem neuen Heimatland zurechtfinden. Zusätzlich werden die meisten in ihrer Muttersprache und in weiteren Fremdsprachen unterrichtet. Dass Kinder so vier Sprachen und mehr erlernen, ist an der International School Augsburg keine Seltenheit.

Das International Baccalaureta Diploma – ein international anerkannter Abschluss

Die International School Augsburg ist eine Gesamtschule: Insbesondere bei den Kindern ausländischer Familien kann und darf sie nicht nach akademischen Fähigkeiten selektieren. Der höchste anvisierte Abschluss ist das International Baccalaureate (IB) Diploma. Dieses wird mit einer Fächerbelegung, die den bayerischen Vorgaben entspricht, als Abitur anerkannt. Der Unterricht ist akademisch sehr anspruchsvoll.

Nicht jeder Schüler schafft das IB-Diploma. Deshalb können Schüler die ISA auch mit dem Äquivalent der Mittleren Reife oder eines Qualifizierten Abschlusses verlassen. Bestimmte Fächer werden zunächst in größeren Gruppen unterrichtet, um anschließend den Stoff in Kleingruppen zu vertiefen, je nach akademischem Verständnis. „Um es mit einer Skifahrer-Metapher zu erklären: Manche Schüler brauchen in bestimmten Fächern mehr Übung als andere, bis sie die schwarze Piste schaffen. Für andere reicht es, den Berg auf der roten oder blauen Piste hinunter zu kommen – und auch das ist in Ordnung. Sie fahren die schwarze Piste dann in anderen Bereichen“, erklärt ISA-Geschäftsführer Marcus Wagner. Der Gedanke: Es muss nicht jeder einen Top-Abschluss machen, aber jeder muss die auf seine Fähigkeiten bestmöglich zugeschnittene Bildung bekommen. Dabei geht das System auffallend stark auf die jeweilige Begabung der Schüler ein. Das Schüler-Lehrer-Verhältnis liegt bei eins zu sechs, die Lehrkräfte sind hochqualifiziert, die Unterrichtsräume top ausgestattet.

So profitiert der Wirtschaftsraum Augsburg durch die International School Augsburg

Der Erfolg gibt diesem Konzept Recht. Eine ehemalige Schülerin der ISA wurde jüngst an der Parsons in New York aufgenommen, einer der anerkanntesten Universitäten für Kunst und Design weltweit. Ein anderer ehemaliger Schüler darf derzeit zwischen Studienprogrammen in Oxford und der London Business School wählen. Und auch auf den Wirtschaftsstandort A3 wirkt sich die ISA positiv aus. Firmen wie Airbus Helicopters, Fujitsu, Faurecia, OSI Foods, der FC Augsburg und zahllose weitere bestehen auf dieses Angebot für ihre Mitarbeiter, denn sie wissen: Ohne die Internationale Schule Augsburg würde ein wichtiger Standortfaktor fehlen. International mobile Familien können und wollen die akademischen und beruflichen Chancen ihrer Kinder nicht zugunsten der Karriere-Entscheidungen ihrer Eltern zurückstellen. Am Wirtschaftsstandort Augsburg müssen sie das auch nicht, dank der International School Augsburg.

Internationale Fach- und Führungskräfte, Spitzensportler und -mediziner sind es, die gerade in der Wirtschafts- und Wissenschaftslandschaft Bayerisch-Schwabens schon heute händeringend gesucht werden. Künftig wird sich dieser Trend noch verstärken. Allein durch die neue Uniklinik, die es in Augsburg ab Januar 2019 geben wird, werden tausende neue Arbeitsplätze in der Region entstehen. Viele davon werden nur mit Fachkräften aus dem Ausland besetzt werden können. Damit wächst die Rolle der International School Augsburg noch weiter – um den Wirtschaftsraum Augsburg A³ auch für die Zukunft nachhaltig zu sichern.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Mehr Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close