Dog with a job: Wie ein Bürohund das Unternehmen positiv beeinflusst

Wenn Kollegen ihre Hunde mit ins Büro bringen, ist Stress vorprogrammiert. So denken viele – aber stimmt das wirklich? Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Hunde wirken sich nachweislich positiv auf das gesamte Unternehmen aus. Wie das Projekt Bürohund ein Erfolg wird, verrät unser erfahrene Hundeexperte Achim Korths.

„Wenn ich später in die Mittagspause gehe, würde ich gern Paul mit in den Park nehmen. Geht das?“ „Ja klar, Paul mag Dich und begleitet Dich sehr gern. Aber es ist erst um 13 Uhr möglich. Vorher nimmt er mit unserem neuen Kollegen an einem Mitarbeitermeeting teil.“ Das Besondere an diesem Gespräch: Paul ist kein Mensch, sondern ein fünfjähriger Labrador-Mischling. Er hat zusammen mit seiner Besitzerin einen Lehrgang zum Bürohund absolviert. Seit er da ist, ist die Stimmung im ganzen Team viel entspannter. Die Kollegen sind zufriedener, krankheitsbedingte Fehlzeiten sind zurückgegangen. Doch wie kommt das?

Hunde sind – und das allein ist schon bemerkenswert genug – die einzige Spezies auf unserem Planeten, die sich vor über 100.000 Jahren freiwillig mit uns Menschen verbündet hat. Schon lange begleiten sie uns bei der Jagd oder sind als Wachhund treue Gehilfen. In unserer modernen Welt wandelt sich die Rolle des Hundes weiter.

So wirkt sich ein Bürohund auf Glücksgefühle aus

Immer produktiver und effizienter, ständig einsatzbereit: Diese Haltung führte zu einer höheren Lebensqualität, was den Konsum angeht. Doch die psychische Gesundheit der Menschen leidet zunehmend. Es fehlt etwas. Wir Menschen können die Präsenz der Natur in uns selbst nicht ignorieren. Es scheint so, als ob wir uns mit unseren Haustieren ein Stück davon wieder ins Haus holen, um seelisch gesund zu bleiben. Das Zusammensein mit Tieren, besonders mit Hunden, erdet uns. Viele empfinden es als angenehm, Hunde in ihrer Nähe zu haben. Allein ihre Anwesenheit wirkt beruhigend. Durch den Kontakt mit Hunden steigt der Oxytocin-Spiegel bei Mensch und Hund: Beide erleben ein Glücksgefühl.

Inzwischen ist nachgewiesen: Mitarbeiter mit Hunden im Büro sind loyaler, engagierter, kreativer und gesünder. Vor allem scheinen Bürohunde ein wirksames Mittel gegen das gefürchtete Burn-Out-Syndrom zu sein. Außerdem punkten hundefreundliche Firmen im Kampf um Fachkräfte. Denn immer häufiger wollen hervorragend ausgebildete junge Menschen ihre Tiere auch am Arbeitsplatz um sich haben und sie gleichzeitig gut versorgt wissen. Der Vorteil fürs Unternehmen: So können die Mitarbeiter ihre ganze Energie in ihre Projekte einbringen.

Das gibt es bei einem Bürohund zu beachten

Doch wie geht man als Chef am besten vor? Tatsächlich gibt es einiges zu beachten. Zunächst sollten sich alle Mitarbeiter einig sein und der Idee zustimmen. Ängste dürfen keinesfalls ignoriert werden. Mit Verständnis und gutem Willen lassen sich erfahrungsgemäß auch hier gute Lösungen finden. Ist jemand allergisch gegen Hundehaare, können hundefreie Bereiche eingerichtet werden oder man entscheidet sich für eine allergiearme Rasse. Wichtig ist, dass alle den Hund akzeptieren. Nur dann kann er Mitglied des Teams werden.

Wenn mehrere Mitarbeiter ihre Tiere mitbringen wollen, muss vorher ein Sozialisierungstraining gemacht werden. Denn um den Arbeitsablauf nicht zu stören, sollten sich die Tiere miteinander vertragen. Alternativ kann verabredet werden, welcher Hund an welchen Tagen anwesend ist.

Selbstverständlich muss jeder Hund ausreichend versichert sein, regelmäßig entwurmt und geimpft werden. Der Hund sollte allgemein sehr gut gepflegt sein. Fell- und Krallenpflege sowie Zahnhygiene sind hier ein absolutes Muss. Vergessen wir nicht, ein Bürohund ist ein „Dog with a job“: ein Profi.

Diese Eigenschaften sollte ein Bürohund mitbringen

Nun zum Hund. Welche Eigenschaften sollte ein Bürohund haben und wie sollte er ausgebildet sein? Fühlt sich der Hund überhaupt wohl im Büro? Unsicheren Hunden fällt dies anfangs nicht leicht. Aber Hunde sind wahre Lernmaschinen. Bei entsprechendem Training von Hund und Halter lassen sich die Anforderungen meistern. Ganz wichtig ist es, dass sich der Hund auch bei einem Kollegen oder einer Kollegin sicher fühlt, wenn der Halter anderweitig beschäftigt ist. Im Allgemeinen ist es vorteilhaft, wenn der Hund Menschen gernhat.

Außerdem sollte der Hund auch über längere Zeiträume auf seinem Platz bleiben können. Dafür muss der Hundeplatz entsprechend gestaltet werden. Er ist ein Rückzugsort für den Hund, an dem er schlafen kann. Gut geeignet ist eine Ecke des Büros mit Blick aufs Geschehen.  Außerdem benötigt der Hund die gesamte Zeit über einen freien Zugang zu Wasser. Er sollte zudem einen geeigneten Platz zum Fressen und auch sein Spielzeug oder seinen Lieblingskauknochen in seiner Nähe haben.

Sie werden staunen, wie schnell sich das alles organisieren lässt. Und ist der Bürohund erst einmal da, werden Sie ihn nicht mehr missen wollen. Als langjähriger Anbieter professioneller Therapiehund- und Besuchshunddienste beraten wir Sie umfassend zum Thema „Bürohund“. Wir freuen uns darauf, Sie kennen zu lernen.

Encouragement Institut Augsburg
Achim Korths & Team

Das neue ahochdreiMagazin Ausgabe Fachkräfte ist erschienen. Foto: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH
Dieser Artikel ist in unserem Magazin ahochdrei LEBEN.WOHNEN.ARBEITEN. erschienen. Die Ausgabe mit dem Schwerpunkt Fachkräfte widmet sich unter anderem der Herausforderung Digitalisierung und Fachkräften im regionalen Gesundheitswesen.
Von |2018-07-31T10:03:46+00:005. Juli 2018|A³-News, Allgemein, Fachkräfte, Publikationen, Regio-Blog|

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