A³ Wirtschaftsdialog zu Gast bei HOSOKAWA ALPINE

Am 10.07.2018 fand der A³ Wirtschaftsdialog Wissen und Kompetenzen nachhaltig verankern bei HOSOKAWA ALPINE statt. Rund 50 Teilnehmer nahmen daran teil und konnten sich so an Diskussionen zum Thema Lernen beteiligen. Außerdem konnten die Teilnehmer zudem weitere Aspekte und Projekte rund um das Thema Fachkräftesicherung und -marketing erhalten. Gastgeber war die HOSOKAWA ALPINE Aktiengesellschaft mit Sitz in Augsburg.

Wissen und Kompetenzen nachhaltig verankern

Während des A³ Wirtschaftsdialog führte Michael Fischer, Leiter des Personalwesens der HOSOKAWA ALPINE durch die unternehmenseigenen Produktionshallen. Die Teilnehmer konnten so das Technikum K, die Mechanische Bearbeitung sowie die Montage besichtigen.

Neben den praktischen Einblicken standen ebenfalls Austausch und Information im Mittelpunkt. Dr. Antonio Fernández, Vorsitzender des Vorstands von HOSOKAWA ALPINE begrüßte die Teilnehmer und stellte schließlich das Unternehmen vor. Die Geschäftsbereiche gliedern sich in mechanische Verfahrenstechnik und Folienblasanlagen. Das Thema Lernen spielt bei der HOSOKAWA ALPINE Aktiengesellschaft eine wichtige Rolle. Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH wandte sich ebenfalls mit einleitenden Worten an das Publikum. Anschließend eröffnete er die Vortragsrunde.

Lernen neu denken

So lautete der Titel des Vortrags von Norbert Gebel, Leiter des ALPINE CAMPUS. Dementsprechend setzt Gebel bei den unternehmensinternen Lernprozessen auf modulare Weiterbildungsprogramme. Somit werden Theorie und Praxis bestmöglich vereint. „Beim ‚Lernen neu denken‘ spielt Praxiserfahrung eine große Rolle, denn wir sollten den Mitarbeitern die Möglichkeiten geben sich durch eigene Erfahrungen Wissen anzueignen und ihre Kompetenzen zu steigern. In der Erwachsenenbildung ist es wichtig, das neue Wissen an alte Erfahrungen anzuknüpfen. ‚Lernen neu denken‘ heißt weg von langatmigen zu stark theorielastiger Präsenzvorträgen hinzu aktiven Lernen durch eigene Erfahrungen.“, so Gebel. Zum Einsatz kommt beispielsweise das Blended Learning. Also integriertes Lernen, bei welchem Präsenzveranstaltungen und E-Learning mithilfe des Intranets kombiniert werden.

MINT-Region A³ – Regionale Initiative zur Gewinnung und Sicherung von MINT-Fachkräften

Die MINT-Region A³ ist ein Projektverbund bestehend aus der Universität Augsburg, der Bildungsregion A³ (Stadt und Landkreis Augsburg, Landkreis Aichach-Friedberg), der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, der Hochschule Augsburg, dem Jakob-Fugger-Gymnasium und zahlreichen regionalen Partnern aus den Bereichen Bildung, Politik, Wirtschaft, Industrie und Forschung. Ziel der MINT-Region A³ ist schließlich die Förderung des MINT-Nachwuchses. Und zwar bereits vom Kindergarten bis zur Entscheidung für ein Universitätsstudium oder einer Berufsausbildung im Bereich MINT.

Marietta Menner ist MINT-Managerin und Leiterin der MINT-Bildung am Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung der Universität Augsburg. Sie stellte in ihrem Vortrag verschiedene Maßnahmen und Projekte vor, die die Interessen und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen im MINT-Bereich fördern können. Zu diesen Maßnahmen zählen beispielsweise eine frühzeitige Sensibilisierung, Bildungsangebote für Kindergartenkinder und Schüler sowie Exkursionen.

Mit jungen Menschen die Zukunft zur eigenen Idee machen

Um Nachwuchsförderung ging es auch im Vortrag von Christoph Petschenka, Geschäftsführer der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e. V. (IJF). Die IJF ist eine gemeinnützige Bildungsinitiativ. Bereits seit 2010 fördert die IJF die naturwissenschaftlich-technische Bildung von Zukunftsthemen und -technologien. Dies geschieht mithilfe von Schulbesuchen, Fortbildungen und Experimentarien. So sollen Themen wie digitale Welten, Nanotechnik, Leichtbau und Bionik den Kindern und Jugendlichen näher gebracht werden.

Dabei spielen Unternehmen eine wichtige Rolle. Durch Kooperationen profitieren die Kinder und Jugendlichen wie auch die Unternehmen gleichermaßen. Das denkt auch Dr. Daniel Steppich der SGL Group: „Unternehmen besitzen eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, dem Fachkräfte-Mangel entgegen zu wirken. Durch das Engagement der IJF haben wir die Möglichkeit, neue junge Leute kennen zu lernen, seien es potentielle Praktikanten oder Auszubildende. Durch die professionelle Herangehensweise der IJF profitieren wir durch Schulbesuche und vermitteln, dass Naturwissenschaften und Technik Spaß machen. In gemeinsamen Aktivitäten verbinden wir mit der IJF diese innovativen Technologie-Events mit unserer Firma und können so junge Menschen motivieren, sich bei uns zu bewerben.“

Von Azubis lernen

Auszubildende sind schließlich ein wichtiger Bestandteil in der Bildungskette von Unternehmen. Das bestätigt auch Knut Wuhler, Projektleiter des Verbundprojekts Cluster-KMU-Bildung 4.0 sowie Regionalleiter der Eckert Schulen Schwaben: „Azubis sind für die Entwicklung eines Unternehmens ein wichtiger Faktor. Es wird so viel Geld in die Ausbildung gesteckt, die Azubis erweitern ihr Wissen und das Unternehmen profitiert von den Azubis als Wissensträger.“

Das Verbundprojekt Cluster-KMU-Bildung 4.0 der Eckert Schulen Augsburg und der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, ihre betriebliche Aus- und Weiterbildung der „Wirtschaft 4.0“ anzupassen. Die Auszubildenden erweitern ihr Wissen beispielsweise durch Zusatzqualifikationen im Bereich Digitalisierung. Dabei finden die Qualifizierungen in Form von Projekten an Berufsschulen in einem Wettbewerb statt.

Gemeinsam mit Azubis der Berufsschule 1 in Augsburg stellte Wuhler im Rahmen des JOB-STARTER plus Projekts Cluster-KMU-Bildung 4.0 das Roboter Azubi Battle 4.0 vor. Die Schüler programmieren unter Anleitung eines Dozenten einen Roboter. Und zwar mit Lego Mindstorm. Dieser Roboter tritt dann Ende des Schuljahres in einem Wettbewerb gegen andere Roboter an. Auf die Gewinner des Roboter Azubi Battle RAB 4.0 wartet ein verlängertes Wochenende in Berlin.

Get-together

Anschließend konnten sich die Teilnehmer beim Get-together weiter austauschen. Dabei wurden auch zahlreiche Fragen an die Referenten gestellt. Als besonderes Highlight stand vor dem Vortragsraum die Strecke des Roboter Battle. So konnten die Teilnehmer des A³ Wirtschaftsdialogs „Wissen und Kompetenzen nachhaltig verankern“ die Umsetzung des Projektes aus direkter Nähe betrachtet. Vier Auszubildende aus dem 2. Lehrjahr zum Industriemechaniker der MAN Energy Solutions in Augsburg beantworteten den Teilnehmer ihre Fragen.

Von |2018-07-12T14:29:37+00:0012. Juli 2018|Allgemein, Fachkräfte, MINT, Regio-Blog, Veranstaltungen|

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