Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit Hand in Hand – A³ Wirtschaftsdialog bei TOPSTAR

Welche Anforderungen muss die Fabrik der Zukunft für einen Mittelständler erfüllen? Und wie gelingt es, diese Entwicklungen nachhaltig im Unternehmen zu verankern? Diese und weitere Fragen standen im Fokus des Wirtschaftsdialogs „Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit“ bei der TOPSTAR GmbH.

Als regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft hat sich die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH das Thema „nachhaltiges Wirtschaften“ (mehr Informationen) auf die Fahnen geschrieben. Deshalb stand dieser Wirtschaftsdialog ganz im Zeichen dieses Geschäftsfelds der Regio. Prof. Dr. Rainer Wagner, Geschäftsführer der TOPSTAR GmbH, und Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, begrüßten die über 60 Gäste am Firmensitz von TOPSTAR in Langenneufnach. In einem spannenden Vortrag ging Prof. Dr. Wagner anschließend auf die Historie und die Ziele des Unternehmens ein. Dabei wurde deutlich, wie hochmoderne Produktion und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.

Nachhaltiger Wirtschaften, auch durch digitale Lösungen

Seit jeher produziert der 1949 gegründete Langenneufnacher Stuhlhersteller mithilfe modernster Fertigungstechnologien. Ende 2017 startete TOPSTAR sogar den Live-Betrieb für die wohl erste echtzeitgesteuerte Produktionslinie für hochwertige Sitzmöbel in Europa. Kleine, eigenständig navigierende Roboterfahrzeuge erledigen interne Logistikprozesse Hand in Hand mit ihren menschlichen Kollegen. So werden unter anderem physische Belastungen minimiert. Auch große Teile des Verwaltungsgebäudes und der Produktion wurden erst kürzlich modernisiert. Dabei hatten die Mitarbeiter die Chance, ihren Arbeitsplatz
selbst mitzugestalten. „Die Digitalisierung ermöglicht es uns, effizienter und nachhaltiger zu produzieren, auch im Sinne unserer Mitarbeiter“, betonte Prof. Dr. Wagner.

Nachhaltigkeit hat viele Gesichter

Gemeinsam mit der Münchner Hochschule Fresenius hat die TOPSTAR GmbH ein intensives Nachhaltigkeitssystem entwickelt. Das Ziel: unternehmerische Verantwortung leben, in den Bereichen Corporate Governance, Corporate Social Responsibility und Corporate Citizenship. „Corporate Social Responsibility ist ökonomisch wichtig. Es geht immer auch um das Image eines Unternehmens, um den Eindruck, den Kunden, Mitarbeiter und potenzielle Fachkräfte von einer Firma haben“, so Prof. Dr. Wagner. „Gleichzeitig ist CSR ökologisch wichtig. Wir müssen unsere Ressourcen schonen, denn sie sind endlich.“ Auch dieser Punkt spielt in Langenneufnach eine große Rolle. Der TOPSTAR GmbH ist sogar es gelungen, mehr CO2 einzusparen, als das Unternehmen samt Fuhrpark verbraucht. „Doch nicht zuletzt hat CSR auch einen sozialen Faktor“, sagte Prof. Dr. Wagner weiter. „Hier geht es darum, wie Mitarbeiter Familie und Beruf vereinbaren können. Es geht darum, dass ihre Arbeitsplätze sicher sind, dass die Gehälter stimmen und vieles mehr.“ Bei TOPSTAR sind über 400 festangestellte Mitarbeiter tätig. Viele von ihnen wurden aus der Leiharbeit übernommen. Zusätzlich vergibt TOPSTAR Wissenschafts- und Studienstipendien, unterstützt Sportvereine und die hat anlässlich des 60. Geburtstags des Seniorchefs Michael Wagner die mildtätige Stiftung Kinderlachen gegründet. Über 2.300 Projekte hat die Stiftung seit ihrer Gründung bereits in der Region realisiert.

Extrem hohe Nachhaltigkeitsstandards für bessere Ergebnisse

Um besonders nachhaltig zu sein, orientiert sich TOPSTAR am GRI-Report (Global Reporting Initiative). Diese globalen Standards dokumentieren die Nachhaltigkeit eines Unternehmens. Sie gelten als besonders hoch. „Wir wissen, dass wir nicht jedes Ziel, das wir uns setzen, erfüllen können. Aber wir wissen auch, dass wir besser werden und nachhaltiger wirtschaften, wenn wir uns an solchen Standards orientieren. Wir wollen Menschen begeistern und dazu inspirieren, selbst nachhaltiger zu handeln“, erklärte Prof. Dr. Wagner. So hat TOPSTAR Lösungen entwickelt, um in der Produktion Ressourcen zu schonen. Doch auch nachhaltige Mitarbeiterführung und Gesundheitsmanagement spielt im Unternehmen eine wichtige Rolle. Das wissen die Mitarbeiter zu schätzen: Ein Großteil der Belegschaft arbeitet bereits viele Jahre für das Familienunternehmen.

Rundgang durch die Produktion von TOPSTAR

Im Anschluss an den Vortrag führten die Teilnehmer einen kurzen Workshop durch. Es wurden Ideen gesammelt, wie das eigene Unternehmen oder die Gäste selbst innerhalb einer Woche nachhaltiger handeln können. Heraus kam eine Vielzahl von Ideen. Dann hatten die Teilnehmer die Chance, selbst einen Blick in die Produktion zu werfen. Im Rahmen einer umfassenden Führung konnten sie selbst sehen, wie die Sitzmöbel bei TOPSTAR gefertigt, gelagert und für den Versand vorbereitet werden. Doch wie immer kam auch das Netzwerken nicht zu kurz. So wurden auch auf diesem A³ Wirtschaftsdialog zahlreiche neue Kontakte geknüpft und bestehende vertieft.

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