Augsburg Innovationspark: Neues DLR-Institut im Aufbau

Die Augsburger Forschungslandschaft wächst überaus dynamisch: Seit Anfang des Jahres ist der Augsburg Innovationspark Standort eines weiteren DLR-Instituts im Aufbau. Das neu gegründete DLR-Institut für Test und Simulation für Gasturbinen beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer Triebwerkstechnologien. Das Team um Gründungsdirektor Prof. Dr.-Ing. Stefan Reh ist derzeit noch im Technologiezentrum Augsburg ansässig und soll bis 2022 ein eigenes Institutgebäude im Augsburg Innovationspark beziehen.

Aerodynamische Berechnungen und virtuelle Modelle

Mit leichteren Triebwerken könnte im Flugverkehr viel Treibstoff und damit CO2 eingespart werden. Aber wie kommen leichtere Triebwerke mit neuen Bauweisen, Herstellungsverfahren und Materialien mit den extremen Belastungen durch hohe Drehzahlen, hohe Temperaturen, hohe Druckverhältnisse zurecht? Im Institut werden dazu virtuelle Modelle gesamter Triebwerke entwickelt und aufgebaut, mit denen die Leistung und das Verhalten aller Triebwerksbauteile bis ins kleinste Detail genau berechnet und bewertet werden kann. Die aerodynamischen Berechnungen werden im DLR anhand verschiedener, vorhandener Strömungsprüfstände ermittelt. Um die rechnerischen Aussagen zu den Auswirkungen der extremen Belastungen validieren zu können, baut das Institut eigene Prüfstände auf. Damit wird es in dem neuen Institut erstmalig möglich sein, mechanische, thermische und chemische Lasten für Turbinenkomponenten gleichzeitig zu überlagern. Damit wird getestet, ob neue Werkstoffe oder innovativ gefertigte Bauteile den erhöhten Belastungen und Lebensdaueranforderungen gerecht werden. Mit den so validierten virtuellen Methoden und Modellen trägt das Institut wesentlich zur Digitalisierungsinitiative bei, die nicht nur für den Freistaat Bayern wichtig ist.

Neues DLR-Institut soll auf dem Gelände des Augsburg Innovationspark entstehen

Das neue Institutsgebäude soll unweit des TZA auf dem Gelände des Augsburg Innovationsparks errichtet werden. Der Bau und die wissenschaftliche Infrastruktur werden vom Freistaat Bayern mit rund 20 Millionen Euro gefördert, Mitarbeiter und Betriebskosten werden zusätzlich vom Bund mit rund ach Millionen Euro pro Jahr unterstützt. Zusammen mit den Drittmitteln soll das neue DLR-Institut für Test und Simulation von Gasturbinen langfristig auf eine Personalstärke von 50 bis 60 Mitarbeitern anwachsen.

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