Technologiezentren, innovative Büroimmobilien, Firmenerweiterungen und Hotels – in Augsburg ist der Bedarf für Investitionen in unterschiedlichste Segmente gegeben. Bereits ansässige Unternehmen bauen aus, erweitern und modernisieren. Sie sind mitunter in dynamischen Weltmärkten unterwegs und setzen zugleich auf Wachstum am eigenen Standort.

Pöttmes im Landkreis Aichach-Friedberg und Indien haben dies gemeinsam: das Automatisierungsunternehmen TAKTOMAT, das sich weltweit auf Wachstumskurs befindet. In Pöttmes entsteht unweit des derzeitigen Standortes ein neues dreistöckiges Technologie-Center auf knapp 25.000 Quadratmetern mit Büroräumen und einer Produktionshalle. Der führende Hersteller anspruchsvoller Handhabungs- und Antriebstechnik für die Automatisierungsbranche treibt zudem seine Internationalisierung weiter voran.

Marktvorteile werden ausgebaut

Als nächstes ist eine Niederlassung in Indien geplant und die Erschließung der skandinavischen Märkte. Der Geschäftsführer Norbert Hofstetter sagte bei einem Besuch des (ehemaligen) bayerischen Wirtschaftsministers Franz Josef Pschierer in seinem Unternehmen: „Durch neue Aufträge sowie wichtige Herausforderungen im Bereich Digitalisierung brauchen wir dringend zusätzliche Kapazitäten. Deshalb investieren wir in Expansion.“ Durch hohe Technologie-Kompetenz, langjährige Erfahrung und Kundennähe avancierte das 1989 gegründete, inhabergeführte Familienunternehmen zu einem international führenden Hersteller für die Automatisierungsbranche.

Auch Unternehmen wie die Firma Ehle haben weiter ausgebaut. Das Lackier- und Beschichtungsunternehmen aus Augsburg mit rund 90 Mitarbeitern baute eine neue Werkshalle samt Nebengebäude. In einem hart umkämpften Markt setzen sie verstärkt auf Innovationen und hohe Umweltstandards. Dafür werden 4,5 Millionen Euro investiert. Die Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts ist für 2020 vorgesehen.

Neue Büroräume sind gefragt

Im Sommer 2018 hat das Online Vergleichsportal CHECK24.de seine neuen Büroräume direkt am Augsburger Hauptbahnhof bezogen. Die neuen Räumlichkeiten bieten insgesamt Platz für bis zu 70 Mitarbeiter. Neben berufserfahrenen Kräften setzt das Vergleichsportal in der Universitätsstadt Augsburg besonders auf hochqualifizierte Berufseinsteiger.

Neue Perspektiven auf dem Büroimmobilienmarkt werden mit Projekten wie dem „A-Town High“ im Augsburg Innovationspark geschaffen. Ein 60 Meter hoher Turm mit Boardinghaus, Büro- und Gewerbeflächen ist in Vorbereitung. Die Projektgesellschaft A-Town High ist eine Kooperation zwischen der Münchener weissmanngroup und der Augsburger Audax GmbH. Im Herbst 2018 hat diese das 3.600 Quadratmeter große Baufeld 29 erworben, als nächstes werden mehrere Architekturbüros mit der Entwurfsplanung beauftragt.

Ebenfalls ein überregionaler Investor ist beteiligt am Gewerbepark Alte Uni Augsburg. Die Münchner Beteiligungsholding Primepulse hat über ihre Immobiliengesellschaft Are Real Estate das Ensemble erworben. Dieses bietet rund 15.350 Quadratmeter Mietfläche für Laden-, Geschäftsflächen und Büros.

Innovative Autohäuser

Bereits so gut wie fertiggestellt ist in Augsburg eines der modernsten Mercedes-Benz Autohäuser Deutschlands. An der vielbefahrenen Haunstetter Straße entsteht ein hochmoderner Betrieb. Das Gebäude punktet mit einem neuen Showroom, einer Service-Lounge und dem Einsatz digitaler Medien in der Kundenbetreuung wie auch Fahrzeugpräsentation. Mit Augsburg ergänzt Mercedes-Benz seine beiden anderen bayerischen Standorte in München und Nürnberg. Die gute Lage und Anbindung an die Innenstadt machen den Standort attraktiv für die Besucher und Kunden.

Die Reisacher Gruppe, eines der größten BMW-Autohäuser, setzt ebenfalls auf Augsburg. Bis Anfang 2020 werden die zwei bestehenden Augsburger Standorte zu einem innovativen Autohaus zusammengefasst. Der Neubau mit rund 36.000 Quadratmetern ist autobahnnah und setzt Maßstäbe in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Sie heizen und kühlen ressourcenschonend und produzieren eigenen Strom, der über intelligente Energiespeicher bedarfsorientiert verwendet wird.

Der Servicebereich ist auch auf autonom fahrende Autos ausgelegt, die Fahrzeugaufbereitung ist teilautomatisiert, die professionelle Räderwäsche vollautomatisch und Mitarbeiter nutzen ergonomische Hebehilfen. Das Familienunternehmen Reisacher wird dort zunächst rund 110 Mitarbeiter beschäftigen.