Im Rahmen des #KI50 Projektes hat eine Jury die „Zehn prägenden Köpfe der deutschen KI-Geschichte“ gewählt. Die Jury bestand aus 15 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Journalismus. Prof. Dr. Elisabeth André von der Universität Augsburg hat es unter die „Zehn prägenden Köpfe der deutschen KI-Geschichte“ geschafft. Dabei hat sie sich gegen 80 Teilnehmer durchsetzen können.

Das Projekt „#KI50 – Künstliche Intelligenz in Deutschland – gestern heute, morgen“ wurde von der Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) ins Leben gerufen. Mit diesem beteiligen sie sich am „Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz“ des BMBF. Zugleich feiert die GI das 50-Jährige Bestehen als größte Fachgesellschaft für Informatik im deutschsprachigen Raum. Die Kür der „Zehn prägenden Köpfe der deutschen KI-Geschichte“ war ein Besanteil des Projektprogramms.

Preisgekrönte Vorreiterin in der KI-Forschung

Elisabeth André hat 2001 den Lehrstuhl am Institut für Informatik der Universität Augsburg übernommen. Seitdem hat sie diesen zu einen Forschungszentrum mit hohem Internationalen Rang entwickelt.  Seit über 20 Jahren zählt sie zu den zentralen Köpfen der KI-Forschung in den Teilgebieten Mensch-Maschine-Interaktion und Multiagentensysteme mit Schwerpunkt auf kognitiven Assistenten und virtuellen Agenten.  Dies ist nur einer der Gründe warum sich die Jury für sie entschieden hat. Weiter ist sie „eine der Vorreiterinnen bei der Erforschung von neuen technischen Methoden der Interaktion von Mensch und Computer zur Vereinfachung des Umgangs mit technischen Geräten für den Menschen“, so die Begründung der Jury.

Prof. Dr. Elisabeth André wurde bereits mehrfach ausgezeichnet: unter anderem mit dem European IT Prize und demRoboCup Scientific Award. Außerdem ist sie gewähltes Mitglied in den Akademien der Wissenschaft Leopoldina und Europaea. Sie hat das Gebiet der Künstlichen Intelligenz maßgeblich geprägt. Aus diesem Grund  wurde sie vor sechs Jahren in die Reihe der EurAI Fellows aufgenommen. Überdies bekam sie 2017 den ACM SIGCHI Award für Richtungsweisende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet Mensch-Technik-Interaktion. Damit verbunden war die Aufnahme in die Computer-Human-Interaction (CHI) Akademie. Seit diesem Jahr wird ihre Karriere mit dem Chefredakteurinnen-Posten der internationalen Zeitschrift IEEE Transactions on Affective Computing gekrönt.