Die Effizienzhaus Plus-Siedlung in Friedberg-Hügelshart gilt überregional als Musterbeispiel für gesundes Bauen. Im Herzen der Region A³ ist sie ein Leuchtturmprojekt, das nachhaltiges Handeln in den Fokus rückt. Und damit ist sie nicht allein.

Zahlreiche Projekte zeigen aktuell, dass gesundes Bauen für Projektentwickler in der Region eine wichtige Rolle spielt. Um Gebäude wirtschaftlicher zu machen, wird sowohl bei Neubau- als auch bei Modernisierungsprojekten seit einigen Jahren zunehmend Wert auf Energieeffizienz gelegt.

Zu dichte Gebäudehüllen reduzieren jedoch häufig den natürlichen Luftaustausch. Dadurch kommt es zu einer erhöhten Schadstoffkonzentration in der Innenraumluft: eine Gefahr für die Gesundheit und die Lebensqualität in Wohnhäusern, aber auch in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden, der sich viele Akteure leider zu häufig (noch) nicht bewusst sind. Dabei ist das Thema eigentlich schon länger bekannt: „Die Auswahl emissionsarmer Bauprodukte stellt heute mehr denn je eine Notwendigkeit dar. Durch die verstärkten Anforderungen zur Energieeinsparung wird die Gebäudehülle immer luftdichter ausgeführt. Die Folge kann bei unzureichender Lüftung eine Anreicherung von im Innenraum freigesetzten chemischen und biologischen Stoffen in der Raumluft sein. Um dies zu vermeiden, hilft neben verstärktem Lüften eine Verwendung emissionsarmer Bauprodukte.“ So heißt es seitens des Umweltbundesamts im Leitfaden für Innenraumhygiene in Schulgebäuden bereits seit 2008.

Ein Thema, das jeden angeht

Nachhaltigkeit bedeutet eben nicht nur Energieeffizienz: Vielmehr handelt es sich um ein hochkomplexes Thema – das gilt gerade auch und umso mehr in der Baubranche. Denn bei der Wahl und der Kombination der Bauprodukte sind die Möglichkeiten groß, gleichzeitig geht das Thema alle etwas an. Nicht zu unterschätzen ist auch die Innenraumeinrichtung: Wer mit schadstoffarmen Produkten baut, diesen Anspruch allerdings nicht an seine Möbel setzt, wird deutlich schlechtere Ergebnisse erzielen als jemand, der das Thema konsequent zu Ende denkt.

Lösungen gibt es bereits heute: Mit der Effizienzhaus Plus-Siedlung in Friedberg-Hügelshart steht seit 2017 ein zukunftsweisendes Beispiel für gesunden Wohnbau inmitten der Region A³. Dank einer Photovoltaikanlage, eines Speichersystems und eines intelligenten Energiemanagements produzieren die Häuser mehr Energie, als ihre Bewohner durchschnittlich verbrauchen. Die Gebäude sind so zu 70 Prozent energieunabhängig. Das Besondere: Die Wohnhäuser sind nicht nur energieeffizient, sie wurden auch nach den Kriterien des gesunden Bauens errichtet.

Für den Innenausbau wurden ausschließlich geprüft schadstoffarme Materialien verwendet. Eine zentrale Lüftungsanlage sorgt für den notwendigen Luftaustausch und so für niedrige Schadstoffwerte. Die emissionsarme Bauweise wurde in der Siedlung Hügelshart durch eine unabhängige Raumluftmessung in den einzelnen Häusern bestätigt. Geplant und realisiert wurde das innovative Bauprojekt von der asset bauen wohnen gmbh in enger Kooperation mit BayWa Baustoffe. Beide Partner haben auch bereits den Reesepark Augsburg und die Seniorenwohnanlage Aichach nach den Kriterien gesunder Bauweise realisiert, eine weitere baugesunde Siedlung ist in Mindelheim in Planung. Diese Erfahrungen mit der Errichtung von wohngesunden Gebäuden kann beispielhaft sein für künftiges Bauen innerhalb des dynamischen Wirtschaftsraums Augsburg A³.

Quelle/Medium: In Kooperation mit www.augsburger-allgemeine.de, AZ-Immobörse, Ausgabe 06.07.2019