Die Logistik im Wirtschaftsraum Augsburg A³ entwickelt sich weiterhin positiv – Unternehmen reagieren bei neuen Konzepten auf Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Mit dem Ausbau sichern Unternehmen sich ihre Wettbewerbsfähigkeit und neue Arbeitsplätze entstehen.

Anfang 2020 geht in Aichach im Landkreis Aichach-Friedberg ein neues DPD-Paketsortierzentrum auf 53.000 Quadratmeter Fläche in Betrieb. Das bestehende Depot in Augsburg muss schließen, da die Kapazitäten dort nicht mehr ausreichen. Weiterhin soll der neue Standort die Standorte Neufahrn und Nürnberg entlasten. Im Endausbau werden dort täglich 93.000 Pakete umgeschlagen.

DPD-Paketsortierzentrum mit e-Mobilitätskonzept

Das neue Logistikareal wird nach modernsten Maßstäben errichtet. So werden beispielsweise LED für die Beleuchtung verwendet, um den Energiebedarf zu reduzieren. Zusätzlich existiert ein e-Mobilitätskonzept, welches die nachträgliche Errichtung einer Infrastruktur für Elektrofahrzeuge beinhaltet. DPD hat sich zu einem vollständig klimaneutralen Pakettransport verpflichtet.

Auf lange Sicht verspricht sich DPD mit dem neuen Paketsortierzentrum die Stärkung der deutschlandweiten Infrastruktur, da Aichach in einem der wichtigsten Knotenpunkte Süddeutschlands liegt. Mit der Inbetriebnahme des Standortes schafft DPD zudem 380 neue Arbeitsplätze. Klaus Habermann, Erster Bürgermeister der Stadt Aichach freute sich über die Ansiedlung von DPD: “Mit DPD haben wir ein großes, international agierendes Unternehmen davon überzeugen können, sich in unserer Stadt anzusiedeln. Wir sind uns sicher, dass sich diese Investition positiv auf die Region auswirken wird – auch für den Arbeitsmarkt. ”

Neues PCI-Lieferzentrum sichert Wachstumsstrategie

Mit dem Bau eines neuen, modernen und vergrößerten Lieferzentrums will die PCI Gruppe mit Hauptsitz in Augsburg ihre Position als führender Hersteller für bauchemische Produkte im deutschsprachigen Raum ausbauen. Mit einer Investitionssumme im einstelligen Millionenbereich werden die Standorte Augsburg und Hamm ausgebaut. Bis Herbst 2020 wird in Augsburg ein technisch hochmodernes Lieferzentrum auf einer 2.300 Quadratmeter großen Fläche errichtet. Mit 1.200 neuen Lagerplätzen und vier weiteren LKW-Laderampen sollen die Verladekapazitäten ausgebaut werden. Die Bauarbeiten starten im Herbst 2019. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme ist bis Herbst 2020 geplant. Frank Rösiger, technischer Geschäftsführer PCI Gruppe sagt: „Modernste digitale Prozesse und die Investition in eine zukunftsfähige logistische Infrastruktur zeichnen die Wachstumsstrategie der Marken PCI und Thomsit aus. Damit sichern wir die Arbeitsplätze an allen unseren Standorten und schaffen die Grundlage für weitere“.

Neues Logistik- und Prüfzentrum von RENK

Auch die in Augsburg ansässige Renk AG investiert in ihre logistische Infrastruktur. So entstand seit dem Frühjahr 2017 ein neues Zentrallager in Oberottmarshausen im Landkreis Augsburg. Auf dem 6,7 Hektar großen Areal wurden 23.000 Quadratmeter für den Ausbau der Logistik genutzt. Den größten Anteil nimmt eine Lagerhalle ein, in der der Umschlag von der Palette bis hin zum 50 Tonnen-Werkstück erfolgt. Insgesamt sind in der Halle 30 Personen beschäftigt, die sich um angelieferte Waren kümmern. Insbesondere die Qualitätsüberwachung hat eine herausragende Bedeutung.

Mit dem neuen Logistik- und Prüfzentrum konnte ein Großteil des Wareneingangs, sowie die Wareneingangsprüfung aus dem Stammwerk verlagert werden, da dort beengte Verhältnisse herrschten. Die freigewordene Fläche verplant die Renk AG im Sinne der Wachstumsstrategie. Insgesamt sollen die im zweistelligen Millionenbereich liegende Investition die Wirtschaftlichkeit der Logistikprozesse verbessern, sowie die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken. Oberottmarshausen bietet neben dem Logistik- und Prüfareal auch ausreichend Platz für spätere Erweiterungen und ist damit Teil der Sicherung des Standorts Augsburg.

Neues Riegele-Logistikzentrum

Auch der Mittelstand investiert in die Logistik. Die größte Investition in der Geschichte der Riegele-Brauerei ist der Bau einer Erweiterung für das Logistikzentrum in Gersthofen im Landkreis Augsburg. Bis 2020 wird dieses um 4.200 Quadratmeter erweitert. Für den Mittelständler ist der Neubau eine große Herausforderung, aber auch ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Mit der Fertigstellung des Logistikzentrums kann Riegele seine Kunden als Getränkefachgroßhändler künftig bis zu 1.500 Getränkeartikel anbieten und sichert damit Arbeitsplätze für die Region.