Wettbewerbe fördern die Qualität in Architektur und Baukultur. Im Wirtschaftsraum Augsburg wurden einige Projekte gekürt.

Im Landkreis Augsburg wurde erstmalig der Wettbewerb zur Förderung der Baukultur ausgelobt. Die 14 Bauprojekte, die sich aus öffentlichen und privaten Bau- und Sanierungsprojekten zusammensetzen, verfügen über eine architektonische Bandbreite, die zum Erhalt regionaler Bauformen führen soll. So zeigen die gekürten Projekte, dass es durchaus möglich ist, sowohl mit zeitgenössischer Architektursprache, als auch mit Stilmitteln des „Schwäbischen Bauens“, Bauaufgaben umzusetzen.

Alle Projekte zeugen von hochwertiger Kreativität der Architekten, in der Kunst, Stil und Nutzen sichtbar sind. Darunter auch ein Gewerbebau in Schwabmünchen – einem gelungenen Beispiel für Corporate Identity. Der Wettbewerb wird künftig alle drei Jahre stattfinden. Die nächste Runde startet 2021.

Holzbaupreis Bayern

In Zeiten der Flächenknappheit und explodierenden Mietkosten muss man erfinderisch werden, wenn Büro oder Haus zu klein werden. Warum nicht die Doppelgarage für eine Erweiterung am eigenen Standort nutzen? Das dachte sich das Architekturbüro 17A in Königsbrunn im Landkreis Augsburg und baute kurzerhand drei Stockwerke Bürofläche in Holzbauweise auf die Doppelgarage direkt vor dem bisherigen Büro. Für die hervorragende städtebauliche Einbindung und die kreative und elegante Gestaltung bei knappem Budget erhielt das Projekt 2018 den renommierten Thomas-Wechs-Architekturpreis und 2018 den Holzbaupreis Bayern.

17A überzeugt die Jury durch Individualität. Die Preisvergabe an das Architekturbüro 17A begründete die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Lydia Haack so: „Durch eine Aufstockung mit Wand-, Decken- und Dachelementen aus massivem Brettsperrholz wurde eine Beton-Doppelgarage in ein Bürohaus mit einzigartigem Charakter verwandelt. Dass Bauen im Bestand zu besonderen und individuellen Lösungen führen kann, wird uns hier gekonnt vor Augen geführt.“

Qualitatives Wachstum

Wachstum positiv begegnen und gestalten – das will auch der Verein Europäische Metropolregion München (EMM e.V.). Deshalb lobt er im Jahr 2019 bereits zum dritten Mal den Preis für Baukultur der Metropolregion München – Wachstum mit Qualität aus. Gesucht werden „gemischt genutzte Quartiere, Stadt- und Ortsteilzentren“ aus der Metropolregion München, die beispielgebend mit der Herausforderung Wachstum umgehen und in den letzten fünf Jahren realisiert wurden.

Optional zum Preis und den bis zu fünf Anerkennungen kann die Jury einen Sonderpreis „Orte für gutes Zusammenleben“ verleihen. Der Preis bietet einen vielfachen Nutzen: Kommunen präsentieren Sie sich als attraktiver Raum, in welchem Baukultur einen großen Stellenwert hat. Bauherren und geistige Urheber präsentieren sich als qualitätvolle Entwickler der Region und gewinnen an Bekanntheit.

Den Preis lobt der EMM e.V. gemeinsam aus mit der Bayerischen Architektenkammer, der Landeshauptstadt München, dem Bayerischen Städtetag, dem Bayerischen Gemeindetag und der Bundesstiftung Baukultur. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministers für Wohnen, Bau und Verkehr Dr. Hans Reichhart. Einsendeschluss ist der 8. November 2019.

Mehr Informationen unter: www.metropolregion-muenchen.eu/baukultur