Im Rahmen des Bundes-Förderprogramms „Modellkommunen Smart Cities“ bewirbt sich die Stadt Augsburg um den Titel der Smart City. Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl erklärt, dass sich der Titel der Bewerbung „Smart City Augsburg: Digitalkompetenz, Teilhabe, Nachhaltigkeit“ an den Zielsetzungen der Bundesregierung orientiert. Auch die Nachbarkommunen Friedberg, Neusäß, Gersthofen, Stadtbergen und Königsbrunn arbeiten mit der Stadt zusammen.

Die Grundlage dafür lieferte ein Beschluss im Jahre 2017, nachdem das Onlinezugangsgesetzes (OZG) des Bundes in Kraft getreten war. Dieses sieht vor, dass alle Verwaltungsdienstleistungen perspektivisch bis Ende 2022 auch digital angeboten werden sollen. Der Stadtrat Augsburg hat deshalb 2018 die Stadtverwaltung beauftragt, eine Digitalisierungsstrategie auszuarbeiten.

Über 200 Projekte wurden angestoßen

Die neue Geschäftsstelle für „Smart City“ in der Stadtverwaltung Augsburg fördert die positiven Aspekte der Digitalisierung und agiert als Impulsgeber. Eine intensive Vernetzung von Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft, sowie Stadt und Umland ist das Ziel. Vieles ist hier an „smarten“ Anwendungen denkbar: Funkende Mülltonnen, die ihre Füllhöhe melden, Sensoren in Pflanzkübeln, die die Feuchtigkeit messen – oder QR-Codes auf Medikamenten, welche Pflegekräften in Altersheimen die Dokumentationspflicht erleichtern.

Digitaler, transparenter, vernetzter

In der Stadt Augsburg laufen bereits rund 200 Projekte, die sich mit der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen beschäftigen bzw. deren Implementierung geplant ist: diese reichen vom Einsatz einer Software für die Genehmigungsverfahren von Bauanträgen über ein digitales Ratsinformationssystem zu Beschlüssen bis hin zu einem digitalen Geoportal mit Informationen zu Stadtplänen, Bebauungsplänen, einem Baumkataster, Wasserkarten, digitalen Gründerkarten und vielem mehr.

Die Sicherheit von sensiblen Daten ist ein besonderer Schwerpunkt der Strategie. So wird etwa in Augsburg ein zweites städtisches Rechenzentrum entstehen, um die Infrastruktur noch sicherer zu machen. Somit ist die Basis gelegt für Projekte, die im Rahmen der Digitalisierungsstrategie in den Bereichen IT-Infrastruktur, Verwaltung und „Smart City“ bereits laufen oder geplant sind. Manche, wie die E-Akte, verbessern interne Abläufe und öffnen die Verwaltung für flexible, moderne und dezentralisierte Arbeitsweisen.

Zur besseren inhaltlichen und strategischen Vernetzung ist die Stadt Augsburg eine Kooperationsvereinbarung mit München und Nürnberg eingegangen. Die drei größten Städte in Bayern unterstützen sich bei der Digitalisierung ihrer Verwaltungen.

Weitere Informationen:
https://geoportal.augsburg.de/WebDaten/synserver?project=solar
https://hub.beesmart.city/de/city-portraits/smart-city-augsburg