Aus dem Programm des Technologietransfer-Kongresses am 31.03.2020: Mehrere Vorträge und Technolgieführungen veranschaulichen die Potenziale von digital integrierten Arbeitsplätzen in der Produktion und Montage.

Montage 4.0 – eine Chance für mein Unternehmen?

Neue Technologien können produzierenden Unternehmen dabei helfen, den Bereich der Montage verstärkt zu digitalisieren und ihre Qualität dabei weiter zu steigern. Zunehmend an Bedeutung gewinnen hier digitale Assistenzsysteme. Auch in der Handmontage werden bereits kollaborierende Roboter eingesetzt, die nicht nur die körperliche Ergonomie für den Montagearbeiter verbessern, sondern durch konstantere Durchläufe für mehr Prozessqualität oder für weniger Fehleranfälligkeiten sorgen. Doch es gibt noch viele weitere Technologien, die als ‚Helfer‘ zum Einsatz kommen können: Lichtsignale und Projektionen oder interaktive step-by-step-Anleitungen auf Bildschirmen oder Tablets, Datenbrillen für Trainings oder die Unterstützung bei der Fehlerbehebung bis hin zu Bildlösungen für die Dokumentation von Arbeitsschritten.

Angesichts dieser Vielfalt an Möglichkeiten ist die Hemmschwelle zur Anschaffung und zum Einsatz ist für viele mittelständische Unternehmen noch hoch. Zu unklar ist oft noch der konkrete Nutzen der Technologien. Mehrere Vorträge und Technolgieführungen am Kongresstag in Augsburg beleuchten genau dieses Thema.

Wie könnte ein digital voll integrierter Montage-Arbeitsplatz aussehen?

Prof Dr. Florian Kerber von der Hochschule ist Konsortialleiter eines vom BMBF und dem ESF geförderten Forschungs- und Industrieprojekt, bei dem sich alles um die „Synchronisierung von Digitalisierung, Qualitätssicherung und Assistenzsystem an Arbeitsplätzen mit geringem Automatisierungsgrad“ dreht. Verbundprojektpartner sind weiterhin SPN Schwaben Präzision aus Nördlingen und die Ohnhäuser GmbH aus Wallerstein, die Fraunhofer IGCV (Augsburg) und die Technologiespezialisten Paragon Semvox GmbH (Saarbrücken).

Am Beispiel eines Montagearbeitsplatzes für Spezialgetriebe zeigt Prof. Kerber am Kongresstag den konkreten Einsatz von hybriden Assistenzsystemfunktionen auf: Als Grundlage ist zunächst eine digitalisierte Arbeitsanweisung, die dialog- und templatebasiert in der Arbeitsvorbereitung erstellt und mit relevanten Konstruktionsdaten befüllt wird, einzurichten. An seinem Arbeitsplatz erhält der/die Werker/in dann kognitive und physische Unterstützung bei den verschiedenen  Montageschritten. Verschiedene Technologien werden hier eingesetzt. So werden einzelne Prozessschritte zur Qualitätsprüfung oder Handhabung parallel bzw. im kollaborativen Betrieb von einem Cobot durchgeführt. Erläutert werden auch die Potenziale durch die laufende digitale Dokumentation des Arbeitsprozesses, die „nebenbei“ zum Aufbau einer Wissensdatenbank führt.

Besucherinnen und Besucher des Technologietransfer-Kongresses können den Arbeitsplatz und die Assistenzsysteme innerhalb der Ausstellung erleben und selbstständig testen – in Führung F1 und E3.

Online-Anmeldung ab sofort möglich

Der Kongresstag in Augsburg findet statt am 31. März 2020 im Landesamt für Umwelt (Vormittagsprogramm) und Technologiezentrum im Augsburg Innovationspark (Nachmittagsprogramm) und informiert Sie über wichtige Entwicklungen für die unternehmerische Zukunft. Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Ihre Ansprechpartnerin bei der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH (Veranstaltungsorganisation):

Stefanie Haug
Telefon: 0821 450 10 235
E-Mail: stefanie.haug@region-A3.com

Bleiben Sie informiert: #ttk20