Aus dem Programm des Technologietransfer-Kongresses am 31.03.2020: Der international anerkannte Experte für Faserverbundkeramiken, Prof. Dietmar Koch, informiert in Vortrag A3 über nachhaltige und digitale Werkstoff-Forschung am Augsburger Institut für Materials Resource Management.

Strukturwerkstoffe für die industrielle Anwendung

Am MRM-Institut der Universität Augsburg wird an neuen Strukturwerkstoffen unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz geforscht. Die Wissenschaftler*innen  entwickeln Strukturwerkstoffe wie keramische oder polymere Verbundwerkstoffe oder hybride Materialien für industrielle Anwendungen und haben dabei neben den Eigenschaften auch den gesamten Lebenszyklus im Blick. Das umfasst zum einen die gezielte Auswahl von Ausgangsprodukten und die energieeffiziente und ökonomische Herstellung von Komponenten. Zum anderen wird aber auch die Lebensdauer, Recyclierbarkeit und die wirtschaftswissenschaftlichen Kriterien entwickelter Bauteile wie die Bewertung von Lebenszykluskosten und kundenbezogene Unternehmensausrichtung betrachtet. Damit Strukturwerkstoffe bis hin zur Anwendungsreife entwickelt werden können, bedarf es zudem ein digitales Abbild des gesamten Werkstofflebenszyklus. Die Wissenschaftler*innen arbeiten daher an der Digitalisierung der Herstellprozesse, der statistischen Zusammenhänge dieser Prozessdaten mit den resultierenden Werkstoffeigenschaften und der Lebensdauer von Bauteilen unter einsatzrelevanten Bedingungen. Zudem schätzen sie mit selbstlernenden Prozessen die Materialcharakteristika sowie die ökonomischen und ökologischen Randbedingungen ab, die für eine nachhaltige Nutzung der Werkstoffe und Bauteile erforderlich sind.

Das MRM als hochkompetente Anlaufstelle

Das Institut wurde 2009 an der Mathematisch-Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Augsburg errichtet. Im MRM arbeiten Materialwissenschaftler und Werkstofftechniker gemeinsam mit Experten für Ressourcenstrategie und -management sowie für Wirtschaftsingenieurwesen und -informatik an der Entwicklung und Implementierung von ressourceneffizienten Funktionsmaterialien, Prozessen, Produkten und Technologien, die für die zukünftige ökonomische Entwicklung Deutschlands und Europas von großer Bedeutung sind. Zudem kooperieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehr eng mit den Industriepartnern aus der Region, um durch den Transfer der Grundlagenforschung in die industrielle Anwendung den Industriestandort Augsburg zu stärken.

Dietmar Koch leitet seit September 2019 den neugeschaffenen Lehrstuhl Materials Engineering am Institute of Materials Resource Management (MRM) der Universität Augsburg. Im Fokus der Forschungsarbeiten steht die zuverlässige und nachhaltige Entwicklung keramischer Faserverbundwerkstoffe für industrielle Anwendungen. Bis zur Annahme seines Rufs an die Universität Augsburg war Koch seit 2011 in Stuttgart am Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) Leiter der Abteilung Keramische Verbundstrukturen, seit 2015 auch stellvertretender Institutsleiter. Ebenfalls 2015 wurde er auf die Professur Technologie der Verbundkeramiken am Institut für Angewandte Materialien (IAM) des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) berufen.

Online-Anmeldung ab sofort möglich

Nutzen Sie die Gelegenheit, Expertise und Kontakte zu diesem Zukunftsthema aufzubauen. Der Kongresstag in Augsburg findet statt am 31. März 2020 im Landesamt für Umwelt (Vormittagsprogramm) und Technologiezentrum im Augsburg Innovationspark (Nachmittagsprogramm) und informiert Sie über wichtige Entwicklungen für die unternehmerische Zukunft. Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Ihre Ansprechpartnerin bei der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH (Veranstaltungsorganisation):

Stefanie Haug
Telefon: 0821 450 10 235
E-Mail: stefanie.haug@region-A3.com

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