Elektroautos sind beim derzeitigen Stand der Technologie nicht automatisch umweltfreundlich: Während ein Auto der Kompaktklasse E bereits nach 21.000 Kilometern in Sachen Klimaschutz dem Benziner überlegen ist, müsste ein Auto der Oberklasse bis zu 500.000 km zurücklegen. Das FZG Projekthaus Augsburg arbeitet daran, Elektroautos hier einen großen Schritt voranzubringen und diesen Break-Even-Point weiter nach vorne zu verlegen: Mit effizienterer Antriebstechnik.

 

Um Elektromobilität noch effizienter und klimafreundlicher zu machen, gibt es verschiedene Ansatzpunkte: Die Steigerung der Effizienz für größere Reichweiten oder auch die Gewichtsreduktion durch Leichtbau. Die Spezialisten für Antriebstechnik vom FZG Projekthaus Augsburg, einer Außenstelle der TU München, haben sich jedoch den kompletten Antriebsstrang in Elektroautos vorgenommen. Bislang sind hier Antriebsdrehzahlen zwischen 10.000 und 18.000 U/min üblich, da bei höheren Drehzahlen Betriebsfestigkeit, Lagerung, Wirkungsgrad und Akustik noch nicht serienreif sind. Im Rahmen des Forschungsprojekts Speed2E gelang es den Spezialisten, einen innovativen Super-Hochdrehzahl-Antriebsstrang für die Elektromobilität zu entwickeln und zu testen. Durch die Verdreifachung der Motordrehzahl auf 30.0000 U/min konnte die Effizienz von Elektroautos deutlich gesteigert werden. Damit könnten Motorvolumen und Motormasse um über 30 % gesenkt werden. Der Erfolg überzeugte auch die Jury der KUMAS-Leitprojekte, die das Projekt 2018 als Leitprojekt auszeichneten. Und die Forscher glauben, das Ende der Fahnenstange sei damit noch lange nicht erreicht: Im Fortsetzungsprojekt Speed4E wollen sie die Drehzahl noch auf 50.000 U/min steigern.

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