Bis heute haben die Stadtwerke Augsburg zusammen mit den M-net bereits rund 19.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten mit Highspeed-Internetanschlüssen versorgt. Nun ist der Startschuss für die zweite große Ausbaustufe gefallen – ein wichtiger Schritte, um die Zukunft nachhaltiger, smarter und innovativer zu gestalten. Auf Basis einer leistungsfähigen Infrastruktur wird die Standortattraktivität für die Bevölkerung sowie Unternehmen gefestigt.

Der Glasfaseranbieter M-net startete gemeinsam mit den Stadtwerken die zweite Stufe des Glasfaserausbaus. Bis 2027 sollen rund 12.500 zusätzliche Wohn- und Gewerbeeinheiten moderne Telefon- und Internetanschlüsse erhalten. Für die angeschlossenen Haushalte bietet das neue Netz hohe Datenübertragungsraten und Leistungsreserven. Über 32.000 Wohneinheiten in Augsburg profitieren nach Abschluss der Maßnahmen vom erweiterten Breitbandangebot.

Insgesamt werden zwölf bestehende Stadtgebiete sowie vier Neubaugebiete mit zukunftsfähiger Breitbandinfrastruktur versorgt. Die Erschließung der rund 1.500 Gebäude erfolgt in mehreren Ausbau-Abschnitten. Dazu gehören – gesamt oder in Teilen – mehrere Gewerbegebiete sowie die Neubaugebiete Haunstetten Südwest, Uni Klinikum, Dehner Areal und das Gaswerk Areal.

Fiber to the home auch ein Thema für Bestandsobjekte

Die zu erschließenden Gebäude erhalten einen direkten Glasfaseranschluss bis in die Wohnung (FTTH – fiber to the home), was als zukunftssicherste Anschlussform bezeichnet wird. Verschiedene Wohnungsunternehmen und -verwaltungen wie beispielsweise die KLAUS Wohnbau GmbH oder die Ott Haus- und Immobilienverwaltung nutzen bereits FTTB- oder FTTH-Anschlüsse und erhöhen so die Attraktivität ihrer Immobilien. Während FTTH bislang vor allem ein Thema bei Neubauten oder Sanierungen war, nimmt mit dem steigenden Bandbreitenbedarf in allen Lebensbereichen auch in Bestandsobjekten die Aufrüstung der hausinternen Infrastruktur mit Glasfaser immer weiter zu.

Um das Ausbauprojekt wirtschaftlich zu gestalten, liegt dem Fahrplan eine optimierte Ausbaustrategie zu Grunde. Sie basiert auf einem Gutachten der Stadt Augsburg zur Wohn- und Gewerbeflächenentwicklung sowie auf Analysen zur Wohndichte in den Ausbaugebieten. Des Weiteren werden Synergieeffekte genutzt: Erschließungsmaßnahmen werden unmittelbar in den Glasfaserausbau einbezogen. Dies hat einen wirtschaftlichen Nutzen und minimiert Beeinträchtigungen für Bürger und Anwohner.

Breitbandatlas

Bereits im Jahr 2016/2017 gab es ein Ausbauprojekt für mehrere Gewerbegebiete (u.a. für Augsburg-Lechhausen). Der Ausbau wurde damals durch die Firmen eigenwirtschaftlich, außerhalb von staatlichen Förderprogrammen durchgeführt. In Augsburg-Süd (Wellenburg, weitere) erfolgt der Breitbandausbau im Rahmen eines Förderprogramms des Freistaats Bayern. Für die Gebiete Augsburg-Nord, überwiegend nördlich der A8, hat die Stadt einen Förderantrag beim Bund gestellt.

Die Erweiterung der digitalen Hochgeschwindigkeits-Infrastruktur mit Glasfaser in Augsburg ist essenziell, um Innovation, Wettbewerb, Beschäftigung und nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu ermöglichen. Nur auf Basis einer leistungsfähigen Infrastruktur können wir die Standortattraktivität für die Bevölkerung sowie Unternehmen festigen und vor allem weiter steigern. Zugleich bereiten wir unsere Stadt optimal auf die Gigabit-Gesellschaft vor. (…).

so Dr. Kurt Gribl, bis 2020 Oberbürgermeister der Stadt Augsburg und Vorsitzender des Bayerischen Städtetags. Der aktuelle Ausbaustatus kann für den jeweiligen Haus-/Firmenanschluss individuell über die jeweiligen Internetseiten der Telekommunikationsunternehmen (Stichwort: Verfügbarkeitsprüfung/Check) oder in einer pauschalen Übersicht über den Breitbandatlas des Bundes in Erfahrung gebracht werden.