60.000 Einfamilienhäuser wachsen jährlich in Bayerisch-Schwaben. Zumindest würde das Holz, das jedes Jahr in Bayerisch-Schwaben nachwächst zum Bau für so viele Einfamilienhäuser ausreichen. Dass man mit diesem Holz auch andere fantastische Bauvorhaben realisieren kann, zeigt die Ausstellung „Bauen mit Holz“ in Bayerisch-Schwaben, die vom 13. September bis 10. Januar 2021 im Naturparkhaus in Oberschönefeld gezeigt wird. Mit zahlreichen Architekturportraits zeigt die Ausstellung, dass der Holzbau in Bayerisch-Schwaben weit über das Einfamilienhaus hinausgewachsen ist.

Bayerisch-Schwaben ist nicht nur eine der waldreichsten Gegenden Deutschlands, sondern nimmt auch in ganz Mitteleuropa eine Spitzenstellung ein: Fast ein Drittel der Gesamtfläche, nämlich 29%, sind von Wald bedeckt. Das ist ein riesiges Kapital, denn Holz ist der Baustoff des 21. Jahrhunderts – Holz ist nachwachsend, ressourcenschonend, kostengünstig, nachhaltig und technologisch entwicklungsfähig – traditionsreiche, ökonomische und ökologische Vorzüge, die Holz zu einem zukunftsfähigen Baustoff machen.

Ausstellung Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben – eine Erfolgsgeschichte

Dass sich mit Holz nicht nur das wohnliche Einfamilienhaus realisieren lässt, sondern auch eine außergewöhnliche Industrie und Sakralarchitektur, zeigt die Ausstellung „Bauen mit Holz“ an eindrucksvollen Beispielen. Vom vielfach preisgekrönten Gymnasium in Diedorf über spektakuläre internationale Bauvorhaben von hiesigen Unternehmen bis zu innovativen Bürogebäuden, Kindergärten und Sakralbauten – in den letzten 15 Jahren sind herausragende Architekturbeispiele im Holzbau in der Region entstanden. Präsentiert werden die Architekturportraits an eigens für die Ausstellung erbauten Holzwänden aus einem „Holz-Abfallprodukt“, nämlich Verkleidungen von Rollladenschienen, welche auch beim Bau der Apostellin-Junia-Kirche im Augsburger Sheridanpark genutzt wurden.

Einige Beispiele der präsentierten herausragenden schwäbischen Holzbaukompetenz:

Internationale Superlative

Das neue Wahrzeichen von Sevilla, der Metropol Parasol, gilt mit 26 Metern Höhe als höchste Holzkonstruktion der Welt. Realisiert wurde das Bauwerk dank der Holzbaukompetenz eines Aichacher Unternehmens. Das Original-Modell kann in der Ausstellung bewundert werden.

Aus dem Siebentischwald in den Gemeindesaal

Das jüngste fertig gestellte Projekt in der Region hat eine besondere Geschichte: Ganz Europa wird von einem Eschensterben heimgesucht, das auch vor der Region nicht halt macht. Im neuen Gemeindesaal der Heiligkreuz-Kirche fand das regionale Eschenholz aus dem Siebentischwald jedoch noch eine wunderschöne dauerhafte Verwendung.

International bekannte Architekten bauen 7 Kapellen in Schwaben

Die Siegfried und Elfriede Denzel Stiftung hat von renommierten Architekten aus dem In- und Ausland in den Landkreisen Dillingen und Augsburg an Radwegen sieben Wegkapellen aus dem Baustoff Holz errichten lassen, die architektonische Landmarken setzen und die Tradition des Kapellenbaus in zeitgenössischer Gestaltung weiterentwickeln.

Innovationen und technische Lösungen aus Bayerisch-Schwaben

Nicht nur Neubauten haben viel Innovationspotenzial, auch Bauen im Bestand, Modernisierung und Sanierung ermöglichen energetische, ökologische und gestalterische Lösungen. Mit vorgefertigten Holzbauelementen können große Gebäude wirtschaftlich, schnell, störungsarm und präzise modernisiert werden, wie das Beispiel des Modernisierungsprojekts in der Grüntenstraße in Augsburg zeigt. Ein Exponat des Gebäudes in der Grüntenstraße und Informationen zum Bauprozess, der Bauphysik, dem Brandschutz und der Ökobilanz können in der Ausstellung besichtigt werden.

Die Ausstellung kann von Dienstag bis Sonntag von 10 – 17 Uhr besucht werden im Naturpark-Informationszentrum „Naturpark-Haus“ im Museum Oberschönenfeld des Bezirks Schwaben
Oberschönenfeld, 86459 Gessertshausen.

Flyer Ausstellung Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben