Bauprojekte Augsburg nutzt moderne Architektur als Standortvorteil

Ein Gastbeitrag von Robert Opiela

Standorte mit guter Architektur gewinnen mehr und mehr an Attraktivität. Dies führt derzeit die Region Augsburg erfolgreich vor. Innovative Ansätze wie der Büroturm des Architektenbüros 17A in Königsbrunn, der auf smarte Weise über einer ehemaligen Doppelgarage in Holzbauweise entstanden ist, zeigen, dass man mit Raffinesse für Aufsehen sorgen kann. Rekordverdächtige Gebäude wie der neue Showroom des Sitzmöbelherstellers Topstar/Wagner in Langenneufnach im Landkreis Augsburg setzen auf den Faktor Einzigartigkeit. Highlight sind vier Dreifach-Isolierfensterfronten mit einer Größe von 3,04 x 19,21 Metern.

Ein Zukunftsstandort wie die Region A³ muss modernen Architekturansätzen einen Raum geben. Nur so können Landmarken entstehen, die zu einer Steigerung der Attraktivität des Standorts führen“, so Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH. „Der Innovationspark ist dafür das beste Beispiel.“ Der Augsburg Innovationspark gilt mit seinen 70 Hektar als der Dreh- und Angelpunkt des Zukunftsstandorts. Ziel ist, ein international anerkanntes Kompetenzzentrum für die produktionsorientierte Entwicklung von innovativen Technologien zur Ressourceneffizienz und Industrie 4.0 zu schaffen. Im Frühjahr 2021 wird mit dem Bau des derzeit wohl symbolkräftigsten Gebäudes im modernen Augsburg begonnen, dem Innovationsbogen. Die Architektur stammt aus der Feder des international renommierten Hamburger Büros Hadi Teherani Architects. Der Bauherr Walter Beteiligungen und Immobilien AG plant auf zehn Grundstücken mit einem Baurecht von insgesamt 130000 Quadratmetern den Walter Innovation Campus im Innovationspark. Dort sollen in den nächsten Jahren vor allem Einrichtungen aus Forschung und Entwicklung, Unternehmen aus der Spitzentechnologie sowie verschiedenen Hightech-Branchen angesiedelt werden. Im Sommer 2021 wird ein Joint Venture der Augsburger Firmen AUDAX GmbH (Projektentwicklung) und LeitWerk AG (Baumanagement) fertiggestellt. Der Rohbau des Weitblick 1.7 steht bereits seit Juni. Bei diesem Bürokomplex wird besonders auf Nachhaltigkeit geachtet, denn die höchste Nachhaltigkeitsstufe LEED Platinum wird angestrebt. Der dynamische Architekturansatz stammt vom Berliner Architektenbüro SEHW. Die Büro- und Forschungsflächen auf 17300 Quadratmetern sind bereits nahezu komplett vermietet. Auch außerhalb des Innovationsparks finden sich in der Region architektonische Perlen. Das Augsburger Unternehmen ECO Office entwickelt seit Jahren sehr erfolgreich Bürowelten. Nachdem die

Entwicklung des Sheridan Towers abgeschlossen wurde, steht mit dem Sheridan Campus bereits ein ebenbürtiges Nachfolgeprojekt in den Startlöchern. Verteilt auf drei Gebäude entstehen im ersten Bauabschnitt auf ungefähr 12 000 Quadratmetern Büro- und Gewerbeflächen der Zukunft im Westen Augsburgs direkt an der B17. Genau wie sein Vorgängerprojekt Sheridan Tower strebt ECO Office mit dem Campus standardmäßig das Nachhaltigkeits-Zertifikat LEED in der höchsten Stufe an. Die Gebäude (drei in Holzbauweise) sowie die Außenanlagen treten in Einheit auf. Baustart ist voraussichtlich Frühjahr 2021. Augsburg verfügt auch über reichlich historische Bausubstanz mit enormem Potenzial. Die Dierig Holding AG hat sich darauf spezialisiert. Vorzeigeprojekt ist das Schlachthof-Quartier, in dem nach sukzessiven Sanierungsarbeiten wieder Unternehmen und Gastronomie heimisch geworden sind. „Hauptaufgabe der Arbeiten war es, die für die Zeit um 1900 typischen Klinkerornamente und Stahl- und Glaskonstruktionen freizulegen, die während einer Generalsanierung in den siebziger Jahren zerstört wurden, und in einen modernen Ansatz zu integrieren“, so Benjamin Dierig, Vorstand der Dierig Holding AG. Die Kälberhalle, das wohl schönste Gebäude des ehemaligen Augsburger Schlacht- und Viehhofs, wurde beispielsweise zur neuen Braustätte der Hasen-Bräu-Brauerei mit angeschlossener Gastronomie und einem ganz besonderen Ambiente. Auch im Wohnbausegment sind innovative Konzepte gefragt. Der Zuzug der vergangenen Jahre macht die Schaffung neuen Wohnraums in der Region unerlässlich. Die Klaus Wohnbau GmbH realisiert jährlich mehr als 150 Wohnungen in Süddeutschland. Anfang des Jahres startete der Bau von 135 Eigentumswohnungen und 58 geförderten Mietwohnungen im Augsburger Antonsviertel. Die Anforderungen an die Architektur waren anspruchsvoll: Das Ensemble soll mit der Parkanlage eine harmonische Einheit bilden, sich nahtlos einfügen und trotzdem durch einen modernen Ansatz herausstechen. Nicht weniger herausfordernd ist ein weiteres Augsburger Projekt unmittelbar am Proviantbach gelegen. Unter dem Namen KULT.QUARTIER errichtet Klaus hier 110 Wohnungen, mit deren Bau kürzlich begonnen wurde. Das Beispiel Augsburg zeigt, wie zeitgemäße Architekturkonzepte zum augenscheinlichen Standortvorteil für den Wirtschaftsraum avancieren. Erste Visitenkarte dafür wird in Zukunft der neugestaltete Hauptbahnhof sein. Personen, die in Augsburg ankommen, können sich dann direkt nach ihrer Ankunft von der architektonischen Innovatihttp://www.augsburger-allgemeine.deonskraft der drittgrößten bayerischen Metropolregion überzeugen.

Quelle/Medium: In Kooperation mit http://www.augsburger-allgemeine.de
Der Artikel ist am 05.09.2020 in der AZ- Immobörse erschienen.http://www.augsburger-allgemeine.de